Handwerkskonjunktur auf dem Höhepunkt
Ergebnisse der Herbstumfrage
Trotz einiger Risiken entwickelte sich das Handwerk im Kammerbezirk Dresden seit über einem Jahr schwungvoll und sehr positiv. Das Geschäftsklima als Stimmungs- und Frühindikator erreicht mit 45 Punkten ein Höchstniveau seit Beginn der Konjunkturbeobachtung.

In allen Handwerksbranchen überwogen deutlich die guten Geschäftslageeinschätzungen und –erwartungen gegenüber den schlechten. Die Stimmungsintensität einzelner Branchen ist unterschiedlich stark ausgeprägt. Auch die Mehrzahl der handwerklichen Kleinstunternehmen bis neun Beschäftigte hat eine gute Stimmung. Regionale Differenzen gibt es kaum noch.
56 % der Betriebe schätzten die momentane Geschäftslage als gut ein – neun Prozentpunkte mehr als vor einem Jahr. Weitere 36 % der Befragten waren zufrieden. Die Geschäftslageerwartungen bis zum Jahresende sind ebenfalls sehr zuversichtlich. Die Auftrags- und Umsatzlagen entwickelten sich im Verlaufe des Jahres sehr günstig. Die Auftragsbücher sind gut gefüllt. Die derzeitigen Auftragsbestände reichen fast bis zum Jahresende. Nur insgesamt 14 % der Befragten hatten Umsatzeinbußen. 56 % meldeten stabile und 30 % steigende Umsätze. Bis zum Jahresende werden sich die Auftragseingänge bei noch gleichbleibender Umsatzsituation saisonbedingt reduzieren. Die mittleren Kapazitätsauslastungen erhöhten sich um drei Prozentpunkte auf 87 % - ein neuer Spitzenwert im Herbst. Die Beschäftigtenzahlen erhöhten sich leicht, allerdings ohne typische Herbstbelebung. Stark steigende Kosten konnten der robusten konjunkturellen Stimmung nichts anhaben.
Das hohe Investitionsniveau im Handwerk setzt sich fort. Über ein Drittel aller befragten Handwerker investierten durchschnittlich 36.000 €. Die größten Investitionsvorhaben hatten die handwerklichen Zulieferer. Der Optimismus bleibt dem Handwerk erhalten.
Ausführliche Fakten auch zu Regionen und Branchen entnehmen Sie bitte dem Konjunkturbericht - Herbst 2011