Die Handwerkswirtschaft im Kammerbezirk Dresden wird in diesem Frühjahr erheblich von saisonalen Faktoren und Nachwirkungen der Wirtschaftskrise beeinflusst.
Das Geschäftsklima als Stimmungs- und Frühindikator fiel dementsprechend seit Herbst um 13 Prozentpunkte auf - 2. Die Stimmung ist jedoch insgesamt günstiger als noch vor einem Jahr mit. Das trifft sowohl für die derzeitige Lage als auch für die Erwartungen zu. In Abhängigkeit von verschiedensten Einflüssen treten enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen auf. Die Spannbreite liegt zwischen stark unterkühlt in den Kfz-Handwerken sowie den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und recht optimistisch im Ausbau und den Gesundheitshandwerken.
Ihre Geschäftlage schätzten 22 % der Handwerksunternehmer Ende des ersten Quartals als gut ein, genauso viele wie vor einem Jahr. 45 % der Befragten waren zufrieden (3 Prozentpunkte mehr) und fast ein Drittel beurteilte seine Lage als schlecht. Demzufolge fielen die Lageeinschätzungen zwar geringfügig günstiger als im Frühjahr 2009 aus, konnten aber der positiven Erwartungshaltung vom Herbst nicht gerecht werden.
Die Erwartungen zum Sommer hin sind wesentlich hoffnungsvoller als die derzeitige Lage und auch als noch vor einem Jahr. Insgesamt 29 % der Handwerker rechnen mit guten Geschäftslagen. 49 % hoffen auf zufrieden stellende Geschäftslagen. Nur die Branchen Kfz - Gewerbe und Handwerke für den gewerblichen Bedarf sind bezüglich ihrer Zukunfts-aussichten weiterhin stark verunsichert.

Starke Auftrags- und Umsatzrückgänge sind für einen Jahresanfang charakteristisch. Der lange Winter hatte zusätzlichen Anteil. Ähnlich wie im Vorjahr führte dies bei 65 % der Unter-nehmen zu Umsatzverlusten gegenüber dem Vorquartal. Einige Branchen, wie Bau und Kfz, waren allerdings noch stärker betroffen. Insgesamt 29 % der Handwerksbetriebe konnten den Umsatz stabil halten und nur 6 % steigern. Zudem wiesen die Ergebnisse der amtlichen Statistik für das sächsische Handwerk im Jahr 2009 schon einen Umsatzrückgang von 2,7 % aus. Erfreulicherweise werden die Umsatzerwartungen an das nächste Quartal viel optimistischer als für den Vorjahreszeitraum beurteilt.
Die Auftragssituation war günstiger als im letzen Frühjahr, im Bau- und auch Gesundheits-gewerbe bedeutend günstiger. Im Vergleich zum Jahresende verzeichneten allerdings nur noch 49 % der Betriebe stabile oder verbesserte Auftragslagen. Die Auftragsreichweite erhöhte sich gegenüber Frühjahr 2009 erneut um eine halbe Woche und blieb mit 5,7 Wochen unverändert zum Herbstniveau. Dies deutet auf eine Vielzahl saisonbedingt liegen gebliebener Aufträge hin.
Die Erwartungen an zukünftige Auftragseingänge werden erheblich positiver als zum Vorjahr formuliert. 53 % gehen von gleich bleibenden und fast jeder Dritte von steigenden Auftragseingängen aus.
Als Folge der günstigeren Auftragslage konnten die Kapazitätsauslastungen mit Ausnahme der Handwerke für personenbezogene Dienstleistungen die Vorjahreswerte übertreffen. Die mittlere Auslastung im Kammerbezirk lag im ersten Quartal 2010 bei 72 %. Fast vollständige oder volle Auslastungen meldeten 27 % aller Befragten - das waren immerhin 3 % mehr Befragte als vor einem Jahr. Leider konnten nur 42 % der Befragten ihre Kapazitäten bis höchstens 60 % ausnutzen.
Die handwerkliche Beschäftigung nahm bei den Befragten im ersten Quartal 2010 um durchschnittlich 2,2 % ab. Dieser Wert ist geringer als vor einem Jahr und liegt durchaus im saisonalen Rahmen. Insgesamt reduzierte jeder fünfte Betrieb seinen Personalstamm, 73 % hielten ihn stabil.
Dennoch stellte sich in diesem Jahr eine Besonderheit dar. Eine größere Zahl Befragter im Bauhauptgewerbe berichtete über die Ausnutzung von Saisonkurzarbeit „0“ für alle Beschäftigte aufgrund des Wetters. Komplettiert wird die Kurzarbeiterzahl von der Zulieferbranche. Ohne deren befristete Kurzarbeitregelung in Krisenzeiten dürfte die Zahl der Kündigungen im Handwerk deutlich höher gelegen haben. Bis zum Sommer rechnen fast 90 % mit stabilen oder wachsenden Beschäftigungsverhältnissen.
Die Wirtschaftskrise führte zu einem positiven Effekt mit zum Teil erheblich gesunkenen Energie- und Rohstoffpreisen. Auch wenn die Preise momentan wieder steigen, ist das Ausgangsniveau von 2008 noch nicht erreicht. 48 % der Befragten, analog dem Vorjahr der geringste Anteil für diese Jahreszeit im Mehrjahresvergleich, registrierten Preiserhöhungen im Einkauf, 46 % konstante Preise. Im Verkauf gaben nur 12 % der Unternehmen ihre Preissteigerungen an die Kunden weiter. 70 % der Handwerker hielten ihre Verkaufspreise stabil. In Zukunft rechnet über die Hälfte der Betriebe mit einem Anstieg der Einkaufspreise, die mehr als bisher auf die Kundenpreise aufgeschlagen werden.
Auch wenn sich die Finanzierungsbedingungen verschlechtert haben, scheint es eine Kreditklemme momentan im Handwerk nicht zu geben. Die Zahl der Investierenden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut, auch wenn sich das durchschnittliche Investitionsvolumen gegenüber dem äußert hohem Niveau im Vorjahr in etwa halbierte.
Das Handwerk ist zurzeit in einer angespannten Lage. Dementsprechend gedrückt ist die Stimmung. Es blickt aber relativ zuversichtlich in die Zukunft, eine Erholung zeichnet sich ab.
Weitere Fakten, die Regional- und Brancheneinschätzung lesen Sie bitte im ausführlichen Bericht: Konjunkturbericht - Frühjahr 2010
Die Handwerkswirtschaft im Kammerbezirk Dresden wird in diesem Frühjahr erheblich von saisonalen Faktoren und Nachwirkungen der Wirtschaftskrise beeinflusst.
Das Geschäftsklima als Stimmungs- und Frühindikator fiel dementsprechend seit Herbst um 13 Prozentpunkte auf - 2. Die Stimmung ist jedoch insgesamt günstiger als noch vor einem Jahr mit. Das trifft sowohl für die derzeitige Lage als auch für die Erwartungen zu. In Abhängigkeit von verschiedensten Einflüssen treten enorme Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen auf. Die Spannbreite liegt zwischen stark unterkühlt in den Kfz-Handwerken sowie den Handwerken für den gewerblichen Bedarf und recht optimistisch im Ausbau und den Gesundheitshandwerken.
Ihre Geschäftlage schätzten 22 % der Handwerksunternehmer Ende des ersten Quartals als gut ein, genauso viele wie vor einem Jahr. 45 % der Befragten waren zufrieden (3 Prozentpunkte mehr) und fast ein Drittel beurteilte seine Lage als schlecht. Demzufolge fielen die Lageeinschätzungen zwar geringfügig günstiger als im Frühjahr 2009 aus, konnten aber der positiven Erwartungshaltung vom Herbst nicht gerecht werden.
Die Erwartungen zum Sommer hin sind wesentlich hoffnungsvoller als die derzeitige Lage und auch als noch vor einem Jahr. Insgesamt 29 % der Handwerker rechnen mit guten Geschäftslagen. 49 % hoffen auf zufrieden stellende Geschäftslagen. Nur die Branchen Kfz - Gewerbe und Handwerke für den gewerblichen Bedarf sind bezüglich ihrer Zukunfts-aussichten weiterhin stark verunsichert.

Starke Auftrags- und Umsatzrückgänge sind für einen Jahresanfang charakteristisch. Der lange Winter hatte zusätzlichen Anteil. Ähnlich wie im Vorjahr führte dies bei 65 % der Unter-nehmen zu Umsatzverlusten gegenüber dem Vorquartal. Einige Branchen, wie Bau und Kfz, waren allerdings noch stärker betroffen. Insgesamt 29 % der Handwerksbetriebe konnten den Umsatz stabil halten und nur 6 % steigern. Zudem wiesen die Ergebnisse der amtlichen Statistik für das sächsische Handwerk im Jahr 2009 schon einen Umsatzrückgang von 2,7 % aus. Erfreulicherweise werden die Umsatzerwartungen an das nächste Quartal viel optimistischer als für den Vorjahreszeitraum beurteilt.
Die Auftragssituation war günstiger als im letzen Frühjahr, im Bau- und auch Gesundheits-gewerbe bedeutend günstiger. Im Vergleich zum Jahresende verzeichneten allerdings nur noch 49 % der Betriebe stabile oder verbesserte Auftragslagen. Die Auftragsreichweite erhöhte sich gegenüber Frühjahr 2009 erneut um eine halbe Woche und blieb mit 5,7 Wochen unverändert zum Herbstniveau. Dies deutet auf eine Vielzahl saisonbedingt liegen gebliebener Aufträge hin.
Die Erwartungen an zukünftige Auftragseingänge werden erheblich positiver als zum Vorjahr formuliert. 53 % gehen von gleich bleibenden und fast jeder Dritte von steigenden Auftragseingängen aus.
Als Folge der günstigeren Auftragslage konnten die Kapazitätsauslastungen mit Ausnahme der Handwerke für personenbezogene Dienstleistungen die Vorjahreswerte übertreffen. Die mittlere Auslastung im Kammerbezirk lag im ersten Quartal 2010 bei 72 %. Fast vollständige oder volle Auslastungen meldeten 27 % aller Befragten - das waren immerhin 3 % mehr Befragte als vor einem Jahr. Leider konnten nur 42 % der Befragten ihre Kapazitäten bis höchstens 60 % ausnutzen.
Die handwerkliche Beschäftigung nahm bei den Befragten im ersten Quartal 2010 um durchschnittlich 2,2 % ab. Dieser Wert ist geringer als vor einem Jahr und liegt durchaus im saisonalen Rahmen. Insgesamt reduzierte jeder fünfte Betrieb seinen Personalstamm, 73 % hielten ihn stabil.
Dennoch stellte sich in diesem Jahr eine Besonderheit dar. Eine größere Zahl Befragter im Bauhauptgewerbe berichtete über die Ausnutzung von Saisonkurzarbeit „0“ für alle Beschäftigte aufgrund des Wetters. Komplettiert wird die Kurzarbeiterzahl von der Zulieferbranche. Ohne deren befristete Kurzarbeitregelung in Krisenzeiten dürfte die Zahl der Kündigungen im Handwerk deutlich höher gelegen haben. Bis zum Sommer rechnen fast 90 % mit stabilen oder wachsenden Beschäftigungsverhältnissen.
Die Wirtschaftskrise führte zu einem positiven Effekt mit zum Teil erheblich gesunkenen Energie- und Rohstoffpreisen. Auch wenn die Preise momentan wieder steigen, ist das Ausgangsniveau von 2008 noch nicht erreicht. 48 % der Befragten, analog dem Vorjahr der geringste Anteil für diese Jahreszeit im Mehrjahresvergleich, registrierten Preiserhöhungen im Einkauf, 46 % konstante Preise. Im Verkauf gaben nur 12 % der Unternehmen ihre Preissteigerungen an die Kunden weiter. 70 % der Handwerker hielten ihre Verkaufspreise stabil. In Zukunft rechnet über die Hälfte der Betriebe mit einem Anstieg der Einkaufspreise, die mehr als bisher auf die Kundenpreise aufgeschlagen werden.
Auch wenn sich die Finanzierungsbedingungen verschlechtert haben, scheint es eine Kreditklemme momentan im Handwerk nicht zu geben. Die Zahl der Investierenden stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erneut, auch wenn sich das durchschnittliche Investitionsvolumen gegenüber dem äußert hohem Niveau im Vorjahr in etwa halbierte.
Das Handwerk ist zurzeit in einer angespannten Lage. Dementsprechend gedrückt ist die Stimmung. Es blickt aber relativ zuversichtlich in die Zukunft, eine Erholung zeichnet sich ab.
Weitere Fakten, die Regional- und Brancheneinschätzung lesen Sie bitte im ausführlichen Bericht: Konjunkturbericht - Frühjahr 2010