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  Fachkräftemonitoring  

Kaum Konzepte für Personalentwicklung –
Zeitarbeit wird immer wichtiger für Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit


Das Fachkräftemonitoring der Handwerkskammern (HWKs) und sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) wird bereits seit 2001 aller zwei Jahre durchgeführt. An der Umfrage 2007 beteiligten sich mehr als 1.477 Unternehmen im Freistaat, darunter 398 Handwerksbetriebe.

Auszug der Ergebnisse 
(mit Blick auf das Handwerk)

 Beschäftigung und Qualifikationsstruktur
Das Qualifikationsniveau der Beschäftigten ist in der Mehrzahl der befragten sächsischen Unternehmen unabhängig von ihrer Branche oder Betriebsgröße hoch und wird von Facharbeitern/Gesellen dominiert. Der Anteil der Fach-/Hochschulabsolventen hat sich gegenüber 2005 erhöht. Dagegen geht der Anteil un- bzw. angelernter Arbeitnehmer an den Belegschaften weiter zurück. Es zeigt sich, dass das Qualifikationsniveau der Belegschaften zunimmt und die Dringlichkeit verdeutlicht, auch in Zukunft verstärkt Fachkräfte aus- bzw. weiterzubilden.

 Lehrlingsausbildung
Die konjunkturelle Lage und die Qualität der Bewerber sind entscheidende Faktoren für das Ausbildungsengagement der Unternehmen. Die Ausbildungsneigung der Unternehmen hat seit dem Fachkräftemonitoring 2005 zugenommen.
Im Handwerk bleiben die Einschätzungen der Bewerber in etwa gleich. Verbesserungen sind nur bei Schulkenntnissen und der Motivation festzustellen. Annähernd gleich werden die Berufsvorstellungen der Bewerber eingeschätzt. Dagegen werden die Bewertungen des sozialen Verhaltens und die praktischen Fähigkeiten nach unten korrigiert.

 Offene Stellen
Die Anforderungen an das Qualifikationsniveau der unbesetzten Stellen sind weiter unverändert hoch. Sie haben sich im IHK-Bereich im Vergleich zu 2005 wieder in Richtung Facharbeiter/Gesellen verschoben, nahezu jede zweite offene Stellen ist dafür ausgelegt. Umgekehrt ist der Anteil der Hoch- bzw. Fachschulabsolventen an allen freien Stellen zurückgegangen, noch jede dritte freie Stelle entfällt darauf. Eine leichte Abnahme verzeichnet der Anteil freier Stellen für Meister/Techniker. Wie 2005 wird nur jede zehnte offene Stelle für un- bzw. angelernte Arbeitskräfte registriert. Die Zeitdauer für die Besetzung offener Stellen hat sich merklich vergrößert. Am längsten dauert die Suche nach qualifizierten Fachkräften, vor allem nach Hoch-/Fachschulabsolventen. Aber auch die Besetzung offener Stellen für Facharbeiter/Gesellen benötigt mehr Zeit als 2005. Auf der anderen Seite gelingt es offenbar besser un- bzw. angelerntes Personal zu rekrutieren.
Fehlende Berufserfahrung bzw. arbeitsplatzspezifische Zusatz- bzw. Spezialqualifikationen der Bewerber sind die größten Hindernisse für die Besetzung offener Stellen. Die Neueinstellung von qualifizierten Mitarbeitern scheitert zunehmend an Lohn- und Gehaltsfragen. Der Anteil der Firmen, in denen eine Einstellung am bestehenden Lohn- und Gehaltsgefüge scheiterte ist besonders im Handwerk gestiegen.

 Kurz- und mittelfristige Personalplanung
Der zukünftige Personalbedarf der sächsischen Unternehmen ist steigend. Dabei sind die Qualifikationsanforderungen an die geplanten Neueinstellungen unverändert hoch. Am häufigsten werden Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung gesucht, eng gefolgt von Bewerbern mit einem ingenieurtechnischen Hochschulabschluss.
Die Hauptgründe für Personalneueinstellungen bleiben im IHK-Bereich und im Handwerk das Umsatzwachstum und das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern.

 Organisation der Personalarbeit
Obwohl in mehr Firmen als 2005 Personalentwicklungskonzepte vorliegen, wird die planmäßige Entwicklung des Personalbestandes durch einen Großteil der Unternehmen unterschätzt und bestehende Reserven nur unzureichend genutzt. So besitzen lediglich 38 Prozent der IHKUnternehmen und nur 7 Prozent der Handwerksbetriebe ein Personalentwicklungskonzept.

 Instrumente und Erfahrungen bei der Personalbeschaffung
Im sächsischen Handwerk werden die Übernahme von Auszubildenden und Empfehlungen/Referenzen als wichtigste und erfolgreichste Personalbeschaffungsmaßnahme eingeschätzt. Die Erfahrungen mit den Arbeitsagenturen und Argen sind dagegen recht unterschiedlich.
Zur Kompensation fehlender Personalkapazitäten werden weiterhin bevorzugt Überstunden bzw. interne Arbeitszeitmodelle sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter genutzt. Zu einer wesentlichen Säule zur Beibehaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entwickelt sich die Zeitarbeit.
Dagegen sind das Outsourcing von Aufgaben und die Einstellung von Teilzeitkräften eher die Ausnahme.

 Elemente der Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung
Der Großteil der sächsischen Unternehmen motiviert bzw. bindet seine Mitarbeiter durch verschiedene Zusatzleistungen. Insgesamt behalten die Leistungen, die der Altersvorsorge dienen, einen hohen Stellenwert. Das betrifft insbesondere Formen der betrieblichen Altersvorsorge oder einer Direktversicherung.
Es wird deutlich, dass im Ergebnis der guten Konjunktur auch wieder stärker Prämien oder Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld von den Unternehmen gezahlt werden.
Mitarbeiter- bzw. Erfolgsbeteiligungen spielen in den Unternehmen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle.

 Weiterbildung der Mitarbeiter in Unternehmen
Der Weiterbildungsbedarf hat sich in der sächsischen Wirtschaft spürbar erhöht. Vor allem die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten geben einen deutlich gewachsenen Weiterbildungsbedarf an. Insgesamt steigt aber entsprechend der Betriebsgröße auch der Bedarf an Weiterbildung.
Aufgrund des steigenden Innovationsdruckes bestimmen in allen Bereichen der sächsischen Wirtschaft weiterhin die aktuelle technische und technologische Entwicklung die Weiterbildungsschwerpunkte der Firmen. Im Handwerk hat der Bedarf an Weiterbildung auf dem Gebiet Fremdsprachen zugelegt.
Bezüglich der angebotenen Maßnahmen zur Deckung des Weiterbildungsbedarfs dominiert weiter die Entsendung der Mitarbeiter zu Lehrgängen/Seminaren. Ebenso genießt der Besuch von Messen und Kongressen eine hohe Priorität.
Die Finanzierung der betrieblichen Weiterbildung übernehmen auch weiterhin überwiegend die Unternehmen.

Kaum Konzepte für Personalentwicklung –
Zeitarbeit wird immer wichtiger für Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit


Das Fachkräftemonitoring der Handwerkskammern (HWKs) und sächsischen Industrie- und Handelskammern (IHKs) wird bereits seit 2001 aller zwei Jahre durchgeführt. An der Umfrage 2007 beteiligten sich mehr als 1.477 Unternehmen im Freistaat, darunter 398 Handwerksbetriebe.

Auszug der Ergebnisse 
(mit Blick auf das Handwerk)

 Beschäftigung und Qualifikationsstruktur
Das Qualifikationsniveau der Beschäftigten ist in der Mehrzahl der befragten sächsischen Unternehmen unabhängig von ihrer Branche oder Betriebsgröße hoch und wird von Facharbeitern/Gesellen dominiert. Der Anteil der Fach-/Hochschulabsolventen hat sich gegenüber 2005 erhöht. Dagegen geht der Anteil un- bzw. angelernter Arbeitnehmer an den Belegschaften weiter zurück. Es zeigt sich, dass das Qualifikationsniveau der Belegschaften zunimmt und die Dringlichkeit verdeutlicht, auch in Zukunft verstärkt Fachkräfte aus- bzw. weiterzubilden.

 Lehrlingsausbildung
Die konjunkturelle Lage und die Qualität der Bewerber sind entscheidende Faktoren für das Ausbildungsengagement der Unternehmen. Die Ausbildungsneigung der Unternehmen hat seit dem Fachkräftemonitoring 2005 zugenommen.
Im Handwerk bleiben die Einschätzungen der Bewerber in etwa gleich. Verbesserungen sind nur bei Schulkenntnissen und der Motivation festzustellen. Annähernd gleich werden die Berufsvorstellungen der Bewerber eingeschätzt. Dagegen werden die Bewertungen des sozialen Verhaltens und die praktischen Fähigkeiten nach unten korrigiert.

 Offene Stellen
Die Anforderungen an das Qualifikationsniveau der unbesetzten Stellen sind weiter unverändert hoch. Sie haben sich im IHK-Bereich im Vergleich zu 2005 wieder in Richtung Facharbeiter/Gesellen verschoben, nahezu jede zweite offene Stellen ist dafür ausgelegt. Umgekehrt ist der Anteil der Hoch- bzw. Fachschulabsolventen an allen freien Stellen zurückgegangen, noch jede dritte freie Stelle entfällt darauf. Eine leichte Abnahme verzeichnet der Anteil freier Stellen für Meister/Techniker. Wie 2005 wird nur jede zehnte offene Stelle für un- bzw. angelernte Arbeitskräfte registriert. Die Zeitdauer für die Besetzung offener Stellen hat sich merklich vergrößert. Am längsten dauert die Suche nach qualifizierten Fachkräften, vor allem nach Hoch-/Fachschulabsolventen. Aber auch die Besetzung offener Stellen für Facharbeiter/Gesellen benötigt mehr Zeit als 2005. Auf der anderen Seite gelingt es offenbar besser un- bzw. angelerntes Personal zu rekrutieren.
Fehlende Berufserfahrung bzw. arbeitsplatzspezifische Zusatz- bzw. Spezialqualifikationen der Bewerber sind die größten Hindernisse für die Besetzung offener Stellen. Die Neueinstellung von qualifizierten Mitarbeitern scheitert zunehmend an Lohn- und Gehaltsfragen. Der Anteil der Firmen, in denen eine Einstellung am bestehenden Lohn- und Gehaltsgefüge scheiterte ist besonders im Handwerk gestiegen.

 Kurz- und mittelfristige Personalplanung
Der zukünftige Personalbedarf der sächsischen Unternehmen ist steigend. Dabei sind die Qualifikationsanforderungen an die geplanten Neueinstellungen unverändert hoch. Am häufigsten werden Arbeitnehmer mit abgeschlossener Berufsausbildung gesucht, eng gefolgt von Bewerbern mit einem ingenieurtechnischen Hochschulabschluss.
Die Hauptgründe für Personalneueinstellungen bleiben im IHK-Bereich und im Handwerk das Umsatzwachstum und das altersbedingte Ausscheiden von Mitarbeitern.

 Organisation der Personalarbeit
Obwohl in mehr Firmen als 2005 Personalentwicklungskonzepte vorliegen, wird die planmäßige Entwicklung des Personalbestandes durch einen Großteil der Unternehmen unterschätzt und bestehende Reserven nur unzureichend genutzt. So besitzen lediglich 38 Prozent der IHKUnternehmen und nur 7 Prozent der Handwerksbetriebe ein Personalentwicklungskonzept.

 Instrumente und Erfahrungen bei der Personalbeschaffung
Im sächsischen Handwerk werden die Übernahme von Auszubildenden und Empfehlungen/Referenzen als wichtigste und erfolgreichste Personalbeschaffungsmaßnahme eingeschätzt. Die Erfahrungen mit den Arbeitsagenturen und Argen sind dagegen recht unterschiedlich.
Zur Kompensation fehlender Personalkapazitäten werden weiterhin bevorzugt Überstunden bzw. interne Arbeitszeitmodelle sowie die Qualifizierung der Mitarbeiter genutzt. Zu einer wesentlichen Säule zur Beibehaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen entwickelt sich die Zeitarbeit.
Dagegen sind das Outsourcing von Aufgaben und die Einstellung von Teilzeitkräften eher die Ausnahme.

 Elemente der Mitarbeitermotivation und Mitarbeiterbindung
Der Großteil der sächsischen Unternehmen motiviert bzw. bindet seine Mitarbeiter durch verschiedene Zusatzleistungen. Insgesamt behalten die Leistungen, die der Altersvorsorge dienen, einen hohen Stellenwert. Das betrifft insbesondere Formen der betrieblichen Altersvorsorge oder einer Direktversicherung.
Es wird deutlich, dass im Ergebnis der guten Konjunktur auch wieder stärker Prämien oder Urlaubs- bzw. Weihnachtsgeld von den Unternehmen gezahlt werden.
Mitarbeiter- bzw. Erfolgsbeteiligungen spielen in den Unternehmen nach wie vor nur eine untergeordnete Rolle.

 Weiterbildung der Mitarbeiter in Unternehmen
Der Weiterbildungsbedarf hat sich in der sächsischen Wirtschaft spürbar erhöht. Vor allem die Unternehmen mit weniger als 20 Beschäftigten geben einen deutlich gewachsenen Weiterbildungsbedarf an. Insgesamt steigt aber entsprechend der Betriebsgröße auch der Bedarf an Weiterbildung.
Aufgrund des steigenden Innovationsdruckes bestimmen in allen Bereichen der sächsischen Wirtschaft weiterhin die aktuelle technische und technologische Entwicklung die Weiterbildungsschwerpunkte der Firmen. Im Handwerk hat der Bedarf an Weiterbildung auf dem Gebiet Fremdsprachen zugelegt.
Bezüglich der angebotenen Maßnahmen zur Deckung des Weiterbildungsbedarfs dominiert weiter die Entsendung der Mitarbeiter zu Lehrgängen/Seminaren. Ebenso genießt der Besuch von Messen und Kongressen eine hohe Priorität.
Die Finanzierung der betrieblichen Weiterbildung übernehmen auch weiterhin überwiegend die Unternehmen.

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Ansprechpartnerin:  

Manuela Salewski
Hauptabteilungsleiterin
Telefon: 0351 4640-930
Telefax: 0351 4640-34930
E-Mail: manuela.salewski@
hwk-dresden.de

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