Beim Stichwort Auslandsaufenthalt, da denken viele an Studenten, die in einem Auslandssemester ihre Sprachkenntnisse und ihren persönlichen Horizont erweitern. Dass auch Lehrlinge im Rahmen ihrer Ausbildung mehrere Monate im Ausland verbringen können, das wissen bisher nur wenige.
Eine von denen, die ihre Koffer gepackt und sich ins Abenteuer Auslandsaufenthalt gestürzt hat, ist Lisa-Maria Wicke. Die Auszubildende zur Friseurin absolviert für fünf Wochen in Benalmádena, Südspanien, ein Praktikum. „Schon in der Schule wollte ich gern Spanisch lernen. Umso mehr freue ich mich, dass ich mit dem Praktikum die Chance dazu bekomme“, so Wicke. Damit die Daheimgebliebenen sie nicht allzu sehr vermissen und auch andere Lehrlinge Lust auf ein Auslandspraktikum bekommen, wird die 18-Jährige regelmäßig auf der Website der Handwerkskammer Dresden, unter www.hwk-dresden.de/blog, über ihre Erlebnisse berichten.
„Bisher gehen nur 2 Prozent der Lehrlinge während ihrer Ausbildung ins Ausland, unter den Studenten ist es ein Drittel. Dabei profitieren von dieser Erfahrung nicht nur die Jugendlichen, sondern auch die Ausbildungsbetriebe“, sagt Maika Filz, Mobilitätsberaterin bei der Handwerkskammer Dresden. Sie hilft Lehrlingen und jungen Fachkräften bei der Suche nach einem Praktikumsbetrieb im Zielland, berät zu geeigneten Förderprogrammen und hilft bei der Antragsstellung. Je nach Förderprogramm bekommen nicht nur die Lehrlinge einen finanziellen Zuschuss, sondern auch die Ausbildungsbetriebe in der Heimat.
Lisa-Maria Wicke und ihre Chefin bei der Elite GmbH, Friseurmeisterin Silke Herz, erwarten viel von den fünf Wochen in Spanien. Neben Sprachkenntnissen, Lebenserfahrung und mehr Selbstständigkeit möchte die Auszubildende auch Trends und neue Techniken aus dem Süden mitbringen: „Jedes Land hat eine eigene Arbeitsweisen, so wie jeder Friseur eine eigene ‚Handschrift’ hat. Ich hoffe, meine eigene Handschrift ein bisschen spanisch prägen zu können. Ob mir das gelingt? Davon werde ich in meinem Weblog berichten!“
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