Die Wirtschaftsmacht von nebenan: Zum Stichtag 31.12.2009 stellten 22.305 Handwerksunternehmen im Kammerbezirk Dresden ihr handwerkliches Können unter Beweis. Der Betriebsbestand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 256 Betriebe (+ 1,2 Prozent).
"Der Anstieg der Unternehmenszahlen beweist, sein eigener Chef zu sein ist für viele Handwerker immer noch ein erstrebenswertes Ziel", sagte der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Claus Dittrich. "Ebenso erfreulich ist es, dass sich die Gewichte zur Existenzgründung im Vollhandwerk verschieben." Im zulassungspflichtigen Handwerk wuchs die Zahl der Betriebe um 114 (+ 0,8 Prozent) auf 14.532 Betriebe. Das ist die höchste Wachstumsrate seit 2006. Dafür waren die erneuten Zuwächse in den Handwerken des Bau- und Ausbaugewerbes mit den Berufen Zimmerer, Dachdecker und Maler und Lackierer ebenso verantwortlich wie der Anstieg bei Installateuren und Heizungsbauern, Kfz-Technikern und Friseuren. Größere Rückgänge bei Elektrotechnikern, Klempnern und Bäckern komplettieren das Bild. Hauptlöschungsgrund war die altersbedingte Unternehmensaufgabe.

In den zulassungsfreien Handwerken stiegen die Bestandszahlen um 156 (+ 3,9 Prozent) auf 4.191 Betriebe. Außer bei den Fliesenlegern gab es auch bei Parkettlegern und Fotografen eine Zunahme. Knapp 70 Prozent aller neu eingetragenen und gelöschten Fliesenleger haben ihren Unternehmenssitz nach wie vor im Landkreis Görlitz. Nur sechs Prozent der dort neu eingetragenen Fliesenleger haben keine polnische Staatsbürgerschaft. Hauptlöschungsgründe waren die Löschung von Amts wegen und Finanzierungsprobleme.
Der seit drei Jahren zu verzeichnende Rückgang der Betriebszahlen im handwerksähnlichen Gewerbe hat sich abgeschwächt. Im Laufe des Jahres sank die Zahl der handwerksähnlich tätigen Unternehmen auf 3.561 Betriebe (- 0,4 Prozent). Die größten Bestandsverluste registrierte das Bau- und Ausbaugewerbe, vor allem bei den Bodenlegern und im Holz- und Bautenschutzgewerbe war die Zahl der Betriebe rückläufig. Größere Zugänge gab es bei Kabelverlegern im Hochbau, Einbau von genormten Baufertigteilen und Kosmetikern.
Mit 13,7 Betrieben je 1.000 Einwohner liegt die Handwerksdichte im Kammerbezirk Dresden über dem Bundesdurchschnitt. Regional waren die Bestandzuwächse unterschiedlich verteilt. Die beste Entwicklungen verzeichnete der Landkreis Görlitz (+ 159 Betriebe) – ohne Berücksichtigung des Fliesenlegerhandwerks. Auch im Landkreis Sächsische Schweiz- Osterzgebirge nahmen die zulassungspflichtigen Handwerke überdurchschnittlich zu. In den Landkreisen Bautzen und Meißen waren die Gesamtzahlen relativ konstant, wobei Meißen im zulassungspflichtigen Handwerk mehr Abgänge als Zugänge registrierte. In Dresden stiegen die Betriebszahlen gleichmäßig an.
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