Tischler-Elite zeigt Unikate

© André Wirsig

Tischler-Elite zeigt Unikate

Schloss Pillnitz war Schauplatz für Möbelstücke der angehenden Tischlermeister und Gesellen

In einem der ältesten Gebäude des Pillnitzer Schlossparks – der Orangerie – boten sich den Besuchern am ersten Juliwochenende besondere Einblicke in das Tischlerhandwerk. 24 angehende Meister und 15 Lehrlinge, die am „Kreativkurs im Tischlerhandwerk – Kreative Möbelgestaltung“ teilgenommen haben, präsentierten ihre Arbeiten.

Einzigartig, hochwertig, kreativ und von Hand gefertigt – so beschrieb Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, die knapp 70 Ausstellungs-stücke. Er zeigte sich tief beeindruckt von den sehr guten Ergebnissen des Jahrgangs. „Dass zwei Meisterschüler die volle Punktzahl mit ihrem Meisterstück erreicht haben, ist einmalig in meiner Laufbahn“, bestätigte Jan Eckoldt, Geschäftsführer des Fachverbandes Tischler Sachsen, im Anschluss. „Damit haben sie ein Höchstmaß an Berufsliebe bewiesen.“ Zu dieser Berufsliebe gehört für Markus Graupner aus Hoyerswerda der Meisterabschluss einfach dazu. An dem für ihn „schönsten Beruf der Welt“ schätzt der 29-jährige Tischlermeister auch die Möglichkeit zur schöpferischen Arbeit. Diese Kompetenz hat er mit seinem Meisterstück, einer rustikalen Fass-Bar in Eiche, Kiefer und Lärche, bestätigt. Als einzige angehende Meisterin war Catharina Welde aus Dippoldiswalde vor Ort. Die 23-Jährige, die schon als Kind vom Meisterabschluss im Tischlerhandwerk träumte, zeigte eine Kombination aus Babywiege und Schaukelstuhl: „Ich wollte einen Platz schaffen, an dem man sich selbst ausruhen und das Kind beruhigen kann. Zu den Unikaten aus Holz zählten außerdem unter anderem ein Empfangstresen, Doppelbetten, Eingangstüren, ein Picknickanhänger für eine Simson SR2, ein Waschtisch und Barschränke.

Kreativ-Schub in der Ausbildung

Ganz unterschiedliche Ideen und Materialien flossen auch in die Möbelstücke der 15 Tischlerlehrlinge, die am „Kreativkurs im Tischlerhandwerk – Kreative Möbelgestaltung“ im Bildungszentrum der Handwerkskammer Dresden teilgenommen haben. Elf Wochen lang beschäftigten sie sich mit der Planung und Herstellung von drei Möbelstücken – darunter das Gesellenstück. Damit soll der Tischlernachwuchs eine höhere Fachkompetenz vor allem im gestalterischen Bereich erlangen. Das hat Philipp Rost aus Kreischa auf jeden Fall, denn er hat den 1. Platz unter den Kreativkurs-Teilnehmern belegt. Dabei schätzt der 19-Jährige, der seine Ausbildung bei der Heiko Wend und Heiko Wienrich GbR in Dippoldiswalde absolviert hat, die praktische Erfahrung. „Durch die Anfertigung von zwei eigenen Projekten habe ich mich beim Bau des Gesellenstücks viel sicherer gefühlt“, betonte er.

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