Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


Meisterfeier 2015: 377 neue Meister geeehrt

© André Wirsig

Meisterfeier 2015: 377 neue Meister geeehrt

377 frischgebackene Meister (56 Frauen und 321 Männer ) aus dem Bereich der Handwerkskammer Dresden erhielten am 21. November 2015 in der Messe Dresden ihre Meisterbriefe. Damit haben seit 1990 knapp 15.600 Handwerker ihre Meisterausbildung im Kammerbezirk Dresden absolviert.

Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden, betonte die Zuversicht, die die neuen Meister ausstrahlen und die eine Signalwirkung für die gesamte Gesellschaft hat: „Keiner absolviert solch eine herausfordernde Ausbildung, wenn er nicht zuversichtlich ist. Gerade das ist es, was wir alle brauchen und wovon wir uns anstecken lassen sollten.“ Aber auch darüber hinaus ist der Meisterbrief ein Versprechen an die Gesellschaft. Einen Handwerksbetrieb führen, in diesem Arbeitsplätze zu schaffen und Lehrlinge auszubilden – all das ist mit dem Erlangen des Großen Befähigungsnachweises möglich. „Laut einer aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung verbinden 85 Prozent der Befragten das deutsche Handwerk mit Qualität und Zuverlässigkeit. Diese Erfolgsgeschichte wollen wir fortschreiben – gerade mit Blick auf eine hohe Ausbildungsleistung“, so Dr. Dittrich. Er mahnte aber zugleich in Richtung Politik die passenden Rahmenbedingungen an. Zudem ging er auf das Thema Asyl und die damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen ein, denen es sich zu stellen gelte.

Auch Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert zollte den neuen Meistern seinen Respekt: „Sie gehören zu den besten Nachwuchskräften des Handwerks in Deutschland. Darauf können Sie stolz sein. Mit Ihrem Wissen, Ihrem Können und Ihrem Engagement tragen Sie dazu bei, dass wir auch zukünftig im Wettbewerb der Regionen bestehen können,“ wandte er sich an die Meister. Er verwies darauf, dass das Handwerk eine wichtige Stütze für die hiesige Wirtschaft und für Dresden als innovativen und dynamischen Wirtschaftsstandort sei.

Pater Dr. Dr. Hermann-Josef Zoche, dessen unterhaltsamer Gastvortrag unter dem Motto „Was wir von der Jesus AG lernen können“ stand, unterstrich gegenüber den Absolventen sowie den rund 2.500 Gästen, dass es ein Leben vor dem Tod gäbe, in dem es darum ginge, glücklich zu werden. Für die neuen Meister, die für ihr Handwerk brennen und von denen einige bereits die Firmengründung oder -übernahme fest im Blick haben, hatte er auch gleich den passenden Rat zur Hand: „Vergessen Sie nicht: Es muss marktwirtschaftsfreie Bereiche im Leben geben.“

Bäckermeister Marcel Hennig aus Dresden, der als einer der besten Absolventen des Jahrgangs ausgezeichnet wurde, bedankte sich im Namen aller Meisterkurs-Teilnehmer bei den Dozenten sowie bei Eltern, Freunden und Chefs für die Unterstützung auf dem „steinigen und steilen, aber letztendlich erfolgreichen Weg“ zum Meistertitel. „Wir sind als Rohdiamanten gekommen und wurden zu Brillanten geschliffen“, so der 24-Jährige, der trotz seiner Freude über das Erreichte mit Blick auf die sinkenden Teilnehmerzahlen bei den Meisterkursen eindringlich appellierte: „Mehr denn je sind die führenden Köpfe der Bildungs- und Arbeitspolitik sowie die Chefs der Handwerksunternehmen gefragt, das Handwerk so attraktiv wie möglich zu gestalten. Ich habe den ‚Meister‘ dem ‚Master‘ vorgezogen und bin mir sicher, dass das die richtige Entscheidung war! Ich steige in die Fußstapfen meines Großvaters und meines Vaters und ich werde in Zukunft beweisen, dass das Handwerk eine Wirtschaftsmacht mit goldenem Boden ist.

Die neuen Meister repräsentieren insgesamt 27 Handwerksberufe. Der beliebteste ist dabei auch in diesem Jahr der des Kraftfahrzeugtechnikers mit 79 Absolventen, gefolgt von den Gewerken Installateur und Heizungsbauer (24), Landmaschinenmechaniker (23) sowie Bäcker (22) und Orthopädieschuhmacher (21). 269 Meister (rund 70 Prozent) kommen aus Sachsen. Zudem stammen die Absolventen aus 13 weiteren Bundesländern – aus dem mitteldeutschen Raum sowie Berlin und Brandenburg ebenso wie aus Schleswig-Holstein, Hamburg oder Rheinland-Pfalz. Zwei der frisch gebackenen Meister wohnen in der Schweiz. Doch nicht nur mit Blick auf die Gewerke oder die regionale Herkunft zeigt sich ein breites Spektrum: Mit 56 Jahren ist eine Maßschneidermeisterin aus Berlin die älteste Absolventin. Die Jüngste ist eine 20-jährige Bäckermeisterin aus dem thüringischen Gorsleben.

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Impressionen Meisterfeier