Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


Meisterstücke des Handwerks 2014 – Intelligenz trifft auf Kreativität und Können

© André Wirsig

Meisterstücke des Handwerks 2014 – Intelligenz trifft auf Kreativität und Können

Meister und angehende Gesellen aus dem Tischlerhandwerk sowie Gestalter des Handwerks zeigten Unikate in einer gemeinsamen Ausstellung

Es war eine gelungene Premiere: erstmals haben Tischlermeister-Absolventen, Teilnehmer des Kreativlehrganges Tischler (Lehrlinge im 3. Lehrjahr) der Handwerkskammer Dresden und „Gestalter im Handwerk“ gemeinsam ihr handwerkliches Können in einer Ausstellung unter Beweis gestellt. Das Ambiente der Orangerie im Schlosspark Pillnitz passte dafür am 12. und 13 Juli hervorragend. Mehr als 2.000 Besucher schauten sich die Ausstellung an.

Die Besucher erwartete eine geballte Ladung von hochwertiger Handwerkskunst gepaart mit Innovationskraft. „Die Arbeiten zeigen, dass Handwerk nicht nur ein Wirtschaftsbereich, sondern auch ein Lebensgefühl ist, und, dass ohne Intelligenz keine Kreativität möglich ist“, so der Präsident der Handwerkskammer Dresden, Jörg Dittrich in seiner Rede. Denn Intelligenz bedeute nicht nur, ein Studium nach der Schule aufzunehmen, sondern auch, aus einem Baum oder einem Stück Holz solche Möbelstücke wie sie in der Ausstellung zu sehen waren, herzustellen.

Der Kreativität der Meister, Gesellen und Gestalter – gepaart mit intelligenten Lösungen – waren dann auch keine Grenzen gesetzt. Allein die Arbeiten der Tischlergesellen zum Thema „Sag mir was ich sonst vergesse“ zeigten die Vielfalt im Tischlerhandwerk. Es entstanden ganz unterschiedliche Geburtstagskalender, Pinnwände und Memoryboards. „Die elf Wochen des Kreativlehrgangs haben mir sehr viel gebracht – handwerklich und auch an Selbstbewusstsein“, sagte Navina Albert aus Dresden. Sie hat nach dem Abschluss ihrer Lehre viel vor: „Ab September gehe ich auf die Walz.“ Ihr Traum: „Es in den drei Jahren bis nach Australien zu schaffen.“

Ein Hingucker unter den Meisterstücken war das Doppelbett von Thomas Albrecht aus Oschatz. Das Himmelbett in Bergulme – bestehend aus rund 70 Einzelteilen – beeindruckte die Besucher durch fließende, natürliche Formen und einem ineinander verwobenen Himmel aus Holz, der mit Holznägeln zusammengehalten wurde. „Nicht nur Geselle zu bleiben, sondern mich weiterzuentwickeln“, war die Motivation von Thomas Albrecht für die Meisterausbildung. Dass sein Meisterstück ein Bett wird, das habe von Anfang an festgestanden.

Die zehn Absolventen des Fortbildungskurses „Gestalter im Handwerk“ kommen aus verschiedenen Gewerken (Fliesenleger, Goldschmied, Keramiker, Metallbauer, Raumausstatter, Tischler), was dann auch zu ganz unterschiedlichen Abschlussarbeiten führte: von der Bogenlampe über Windlichter in neuartiger Technik über Schmuck, eine 2er-Couch mit Teppich bis hin zum Tisch mit einem Metallfuß geformt wie eine Wurzel war alles dabei.

Letzterer stammte von Metallbauer Peter Eyßer aus Grumbach. Vier Semester lang hatte er sich mit seinen neun Mitstreitern mit Formen, Farben, Materialien und Design beschäftigt und dabei viel gezeichnet. „Die Fortbildung zum Gestalter im Handwerk hat mir geholfen, noch sicherer in dem zu werden, was ich kann, quasi meine Fähigkeiten herausgeschliffen. Und wenn ich etwas gelernt habe, dann das, dass ich jetzt meine Ideen auf Papier bringen und so meinen Kunden noch besser aufzeigen und erklären kann.“

Beeindruckt von den Arbeiten riet der Vorsitzende des Meisterprüfungsausschusses für Tischler bei der Handwerkskammer Dresden, Jan Eckoldt, den Meistern, Gesellen und Gestaltern: „Machen Sie weiter! In ihrem Beruf und auch im Ehrenamt, um für das Handwerk etwas zu bewegen.“

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Impressionen der Ausstellung in der Orangerie im Schlosspark Pillnitz