Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


Handwerkskammer Dresden ehrt 70 Goldmeister

Mit einem lauten „Ja“ bekannten sich die 70 Goldmeisterinnen und -meister zur Meisterqualifikation. Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich (2. Reihe, Mitte) fühlte sich sichtlich wohl zwischen 3.500 Jahren Meistererfahrung. Fotos: André Wirsig

Handwerkskammer Dresden ehrt 70 Goldmeister

3.500 Jahre meisterliche Erfahrung vereint

Zwei Stunden täglich steht Tischlermeister Konrad Mauersberger in der Werkstatt, überarbeitet Möbel und macht Intarsienarbeiten. Was für jeden Unternehmer wie ein Traumjob klingt, ist für Konrad Mauersberger erfüllend, aber auch beschwerlich. Denn: der Ur-Meißener ist 86 Jahre alt und war der älteste Jubilar bei der Goldmeisterfeier der Handwerkskammer Dresden am 19. Mai 2014.

70 Handwerksmeister (darunter neun Frauen), die vor mindestens 50 Jahren ihre Meisterprüfung erfolgreich bestanden haben, wurden geehrt. Auch hier hatte Konrad Mauersberger die Nase vorn – er kann in diesem Jahr 60 diamantene Meisterjahre feiern.

„Sie haben als Meister und Unternehmer die Basis für den heutigen Erfolg und für die heutige Wirtschaftskraft des Handwerks in Sachsen gelegt“, würdigte Handwerkskammer-Präsident Jörg Dittrich die Lebensleistung der Goldmeister. „Es waren zum Teil harte Jahre. In der DDR gab es mehr staatlichen Druck als staatliche Unterstützung. Und doch müssen es auch gute Jahre gewesen sein, wenn ich sie heute anschauen“, so Dittrich. Mit mehr als 3.500 Jahren Meisterkraft im Rücken wandte er sich an die anwesenden Politiker der Stadt Dresden und des Landtages: „Der Meisterbrief als qualifikationsgebundener Berufszugang für 41 Handwerksberufe muss erhalten bleiben. Dabei müssen wir gemeinsam den Überlegungen der Europäischen Kommission, diese vielleicht abzuschaffen, mit guten Argumenten entgegentreten.“

Basis gelegt für den Erfolg des Handwerks

So passte es, dass die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Andrea Dombois, dem Handwerk „Seele“ bescheinigte und ihm einen Platz mitten in der Gesellschaft einräumte. „Einheimische Produkte sind wieder gefragt, die Kunden setzen dabei auf Qualität und sind damit beim Handwerk genau richtig“, so die Vizepräsidentin. Dass diese Qualität vielfach von den Meisterbetrieben getragen wird, wozu auch eine hochwertige Ausbildung von Handwerksnachwuchs gehört, merkte Präsident Dittrich dazu an.

Stolz, es bis zum Goldenen Meister gemeinsam geschafft zu haben, waren sieben Feinwerkmechanikermeister: „Wir waren in der Meisterschule eine gute Truppen und treffen uns seit 50 Jahren einmal im Jahr“, erzählte Lothar Günther aus Lauenstein.

So gab es viele Lebensgeschichten, die die Goldmeister austauschten. So war Orgelbauermeister Wolfgang Rentzsch 48 Jahre lang für die Dresdener Firma Jehmlich tätig und konnte u. a. von einem Arbeitseinsatz in Japan und von der Konstruktion der großen Orgel für die Dresdener Kreuzkirche berichten.

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Impressionen Goldmeisterfeier