Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


Deutsch-Französisches Kammertreffen 2013

Waren sich beim Deutsch-französischen Kammertreffen, hier bei der Abendveranstaltung in der Handwerkskammer Dresden, über die Bedeutung des Handwerks für das Haus Europa einig: ZDH-Präsident Otto Kentzler, Bundesaußenminister Guido Westerwelle, der Präsident des Dachverbands der französischen Handwerkskammern APCMA, Alain Griset, Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden. (Foto: André Wirsig)

Deutsch-Französisches Kammertreffen 2013

Die französischen und deutschen Handwerksorganisationen wollen sich auf europäischer Ebene gemeinsam für eine steuerliche Entlastung der kleinen und mittelständischen Betriebe sowie die Stärkung der dualen Ausbildung stark machen. Das erklärte Alain Griset, Präsident des Dachverbands der französischen Handwerkskammern APCMA (assemblée permanente des chambres de métiers et de l'artisanat) beim 21. Deutsch-französischen Handwerkskammertreffen, das vom 15. bis 17. Mai in Dresden stattfand. „Wir brauchen in Europa eine Politik, die auf die Interessen der kleinen und mittelständischen Betriebe ausgerichtet ist. Diese stellen 95 Prozent aller Unternehmen in Europa“, so Griset vor Journalisten. Frankreich unterstütze zudem die Angleichung der beruflichen Abschlüsse im Europäischen Qualifikationsrahmen (EQR).

Gastgeber des Deutsch-französischen Kammertreffens war die Handwerkskammer Dresden. Ihr Präsident, Dr. Jörg Dittrich, forderte die Sicherung und Stärkung des dualen Systems: „Wir dürfen die in den beiden Ländern vorhandenen Bildungsstandards auf keinen Fall aufweichen, sondern wir müssen sie stärken. Diese Position haben wir hier untermauert. Wenn wir heute feststellen, dass Frankreich und Deutschland wirtschaftlich stabiler da stehen als andere Länder in Europa, dann hat das etwas mit dem engmaschigen Netz kleiner und mittelständischer Betriebe und der Qualität der dualen Ausbildung zu tun.“ Das Treffen mit 350 Spitzenvertretern des Handwerks und allein 200 Workshop-Besuchern sei ein großer Erfolg für die Stadt und das Handwerk.

Bereits am 16.Mai 2013 hatte Bundesaußenminister Guido Westerwelle in einer sehr persönlichen Rede die Leistungen des Handwerks für Europa gewürdigt und ging dabei ebenfalls auf die duale Ausbildung ein: "Die Menschwerdung beginnt nicht mit dem Studium. In Wirklichkeit ist das duale System der deutsche Exportschlager schlechthin, ihn würde es ohne das Handwerk nicht geben." Er warnte zudem davor, die Europäische Union zu zerreden. "Wir wollen kein deutsches Europa, sondern ein europäisches Deutschland. Jetzt muss Europa Selbstbehauptungswillen zeigen." EU-Kommissar Günther Oettinger schlug unter anderem vor, die guten deutsch-französischen Beziehungen auch auf Polen auszuweiten.

Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, verwies auf die Fortführung der Imagekampagne des Handwerks. „Mit einem Internetclip, Kurzvideos und Foto-Stories zeigen wir Jugendlichen, wie spannend die Arbeitswelt des Handwerks sein kann. Sie sollen Lust darauf bekommen, diese Welt zu entdecken. Passend dazu bieten wir mit dem angeschlossenen `Entdecker-Praktikum´ die Möglichkeit, aufregende handwerkliche Arbeitsplätze hautnah zu erleben.“

Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich ging bei der Festveranstaltung in der Handwerkskammer Dresden, bei der auch regionale Handwerksbetriebe ihre Produkte präsentierten, auf die Rolle des Handwerks für die sächsische Wirtschaft ein. "Die Bedeutung des Handwerks für Sachsen ist immens, das Handwerk ist der größte Ausbilder und beschäftigt allein in Sachsen 350.000 Menschen“, so Tillich.

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Impressionen Deutsch-Französischen Kammertreffen 2013