Veranstaltungsrückblick der Handwerkskammer Dresden


Handwerkskammer Dresden übergibt 83 Goldene Meisterbriefe

Installateur- und Klempnermeister Gerhard Tschee aus Dresden (Mitte) mit honorigen Gratulanten (v.l.n.r.): Hans-Ulrich Kunz (Vizepräsident Handwerkskammer Dresden), Andrea Dombois (Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages), Andreas Geißler (Vorstandsmitglied Handwerkskammer), Hartmut Rießland (Obermeister der Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik Dresden), Kammerpräsident Dr. Jörg Dittrich und Frank Schöne (Geschäftsführer der Innung Sanitär-, Heizungs-, Klimatechnik Dresden)

Handwerkskammer Dresden übergibt 83 Goldene Meisterbriefe

4.200 Jahre Meisterwissen waren im Brauhaus Watzke in Dresden versammelt. Neun Goldmeister sind noch berufstätig.

Allein unter Männern – das ist für die Installateur- und Klempnermeisterin Heidelind Mai (71) aus Coswig seit mehr als 50 Jahren im Beruf kein Problem. Als 14-Jährige in der Lehre im väterlichen Betrieb und in der Berufsschule und vor 50 Jahren in der Meisterschule war sie stets die einzige Frau. „Ich wurde immer akzeptiert und habe mich behauptet“, sagte die Unternehmerin, die mittlerweile den Familienbetrieb an Sohn Roberto übergeben hat und „nur noch ab und zu aushilft“, wie sie selbst mit einem Lächeln sagt.

Für die Übergabe der Goldenen Meisterbriefe am 9. September durch die Handwerkskammer Dresden hatte sich die rüstige und vielbeschäftigte Rentnerin dann aber Zeit genommen. Mit ihr erhielten im Brauhaus Watzke in Dresden 82 weitere Handwerksmeisterinnen und -meister ihre Goldmeisterbriefe, darunter zehn Frauen.

Handwerkskammer-Präsident Dr. Jörg Dittrich dankte den Goldmeistern für Jahrzehnte unermüdlichen Wirkens für das Handwerk und für die Menschen in der Region. „Sie mit ihrem meisterlichen Können, ihren Erfahrungen und ihrem Einsatz waren die Grundlage, auf der Sachsen nach der Wende wachsen konnte“, wandte sich Dr. Dittrich an die Goldmeister. Jeder der Anwesenden konnte viel berichten, Anekdoten wurden ausgetauscht. Ein Schornsteinfeger berichtete, er hatte zu DDR-Zeiten sogar mit dem heutigen russischen Präsidenten Wladimir Putin zu tun, als dieser einige Zeit in Dresden stationiert war.

Die diesjährigen „Goldenen Meister“ haben ihren Meisterkurs im Jahr 1963 im Kammerbezirk Dresden absolviert. Die meisten leben noch immer in Sachsen. Vertreten waren gängige Handwerksberufe wie Bäcker, Dachdecker, Friseur, Schornsteinfeger oder Tischler, aber auch eher seltene Berufe wie Müller, Sattler, Scheibentöpfer, Schumacher und Rundfunkmechaniker. Neun Unermüdliche sind sogar heute noch – jenseits der 70 – als Unternehmer tätig ob als Friseurin, Tischler oder Zweiradmechaniker.

Ehrengäste bei der Veranstaltung waren u. a. die Vizepräsidentin des Sächsischen Landtages, Andrea Dombois, Mitglieder des Sächsischen Landtages wie Antje Hermenau (Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen), Mike Hauschild, Aloysius Mikwauschk, Stefan Brangs und Geert Mackenroth sowie Vertreter des Dresdner Stadtrates.

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Impressionen Handwerkertreffen und Übergabe Goldener Meisterbriefe