Präventionsangebot Sicheres Handwerk

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Präventionsangebot Sicheres Handwerk

Das Präventionsangebot Sicheres Handwerk der sächsischen Polizei wurde in Zusammenarbeit mit der Handwerkskammer Dresden entwickelt. Das deutschlandweit einmalige Beratungsangebot dient der vorbeugenden Bekämpfung der Diebstahlkriminalität und wurde speziell für das sächsische Handwerk entwickelt. Es ist kostenfrei und unverbindlich.

Das Präventionsangebot beinhaltet u. a. einen Selbstcheck auf der Grundlage einer speziell für Handwerksbetriebe entwickelten Checkliste zu sicherheitsrelevanten Themen wie zum Objekt- und Gebäudeschutz, Zugangskontrolle/Zutrittskontrollsysteme und Überfall- und Einbruchmeldeanlagen. Die Checkliste sowie allgemeine Sicherheits- und Handlungsempfehlungen werden durch die polizeilichen Beratungsstellen der Polizeidirektionen auf Nachfrage zur Verfügung gestellt. Bei Bedarf geben die Polizeibeamten der polizeilichen Beratungsstellen bei der Auffindung von Sicherheitslücken im Unternehmen und der Auswahl geeigneter technischer Lösungen Hilfestellung.

Polizeiliche Beratungsstellen:

Polizeidirektion Dresden
Schießgasse 7, 01067 Dresden
Telefon: 0351 6524-3690

 

Polizeidirektion Görlitz
Polizeiliche Beratungsstelle
Conrad-Schiedt-Straße 2, 02826 Görlitz
Telefon: 03581 468-4022

Ansprechpartner

Jana Müller
Referentin Handwerksorganisation

Telefon: 0351 4640-451
Fax: 0351 4640-34451
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Einbruchschutzmesse 2017

Polizeilich empfohlener Einbruchschutz für Haus und Gewerbe

Einbruchschutzmesse 2017

Wie kann ich mein Unternehmen zweckmäßig vor Einbrüchen schützen? Wie sicher sind Rollläden? Muss ich Fenster und Türen auch im Obergeschoss sichern? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um Ihr sicheres Unternehmen und Zuhause bekommen Sie auf der Einbruchschutzmesse vom 11. bis 12. November 2017 im DDV Stadion Dresden.

Dabei steht die fachspezifische Präsentation DIN-geprüfter und zertifizierter, einbruch-hemmender Produkte von polizeilich empfohlenen Herstellern und Handwerksbetrieben im Vordergrund. Neben neuen einbruchhemmenden Fenstern und Türen ab der Widerstands-klasse RC 2 bis hin zur höchsten Kategorie RC 6 (geprüft und zertifiziert nach DIN EN 1627) werden weitere Produkte wie aufschraubbare Fenster- und Türsicherungen für Altbauten, Sicherheitsschließzylinder und -beschläge, Kellerschachtsicherungen und hochwertige Tresore präsentiert.

Weiterfürhende Informationen zur Messe finden Sie im Exposé.

Sicherheitsumfrage Landkreis Görlitz 2016

Sicherheitsumfrage Landkreis Görlitz 2016

Nachdem rund 3.500 Handwerksbetriebe im Landkreis Görlitz zur aktuellen Sicherheitslage befragt wurden, liegen die Ergebnisse der Vollerhebung vor. Sie sind vielschichtig - doch zeichnet sich ab, dass Handlungsbedarf besteht. Daher haben sich die Partner der Sicherheitskooperation entschieden, ihre Zusammenarbeit weiter zu intensivieren.  

Die öffentliche Diskussion über das Sicherheitsempfinden im grenznahen Raum und die tatsächliche Kriminalitätsbelastung haben direkten Einfluss auf die Leistungs- und Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsbereiches Handwerk im Landkreis Görlitz. Der Schutz vor kriminellen Handlungen und die Verbesserung des Sicherheitsgefühls stehen dabei im Mittelpunkt einer wirkungsvollen Präventionsarbeit.

Um nähere Erkenntnisse über die aktuelle Sicherheitslage im Handwerk des Landkreises Görlitz zu gewinnen und konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Präventionsarbeit ableiten zu können, führten die Projektpartner – die Handwerkskammer Dresden, der Landkreis Görlitz, die Polizeidirektion Görlitz und die Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) – gemeinsam eine Vollerhebung unter den Handwerksunternehmen im Landkreis Görlitz durch. Sie befragten dafür rund 3.500 Betriebe und werteten unter wissenschaftlicher Begleitung von Prof. Dr. Anton Sterbling die Antworten aus.

Die Ergebnisse der Erhebung stellten die genannten Projektpartner am 7. November 2016 im Rahmen einer Sicherheitskonferenz in der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg/O.L. vor. Darauf aufbauend, diskutierten die Projektpartner neuartige Ansätze zur Verbesserung der Präventionsarbeit im Landkreis Görlitz mit Vertretern aus Politik und Verwaltung. Auch Vertreter des Staatsministeriums des Innern, des Landeskriminalamtes Sachsen, der Kommunen und des Handwerks waren der Einladung der Partner gefolgt.

Neben der Vorstellung und Diskussion der Befragungsergebnisse wurde den Veranstaltungsteilnehmern die Möglichkeit geboten, sich an Informationsständen über die Präventionsangebote „Sicheres Handwerk“ und „Sicheres Unternehmen“ sowie das Beratungsmobil der Polizei individuell zu informieren.

Ein Ausblick:

Vor dem Hintergrund der vorliegenden Befragungsergebnisse haben sich die beteiligten Partner entschieden, ihre Zusammenarbeit über das gemeinsame Präventionsprojekt hinaus zu verstetigen und weiter zu intensivieren. Die dargestellten wissenschaftlichen Befunde fließen in die weiterführende Arbeit einer gemeinsamen Allianz für Kriminalprävention ein, bestehend aus Vertretern des Landratsamtes Görlitz, der Polizeidirektion Görlitz und der Handwerkskammer Dresden, unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule der Sächsischen Polizei (FH) in Rothenburg/O.L.. In einer ersten Initiative der Allianz sollen die vorliegenden Erkenntnisse im Rahmen von regionalen Sicherheitsstammtischen im Landkreis Görlitz (26. Januar 2017 in Weißwasser, 9. März 2017 in Niesky und 18. Mai 2017 in Löbau)vorgestellt und mit Handwerksunternehmern aus der Region diskutiert werden.

Ansprechpartner

Bärbel Leipnitz

Telefon: 0351 4640-938
Fax: 0351 4640-34938
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Sicherheitsumfrage 2015

09.09.2015: Befragungsergebnisse zur Sicherheitslage des Handwerks in der Grenzregion vorgestellt

Sicherheitsumfrage 2015

Die gefühlte Sicherheitslage in den grenznahen Regionen ist aus Sicht der Handwerksbetriebe nach wie vor angespannt. Das geht aus der fünften gemeinsamen Umfrage der Handwerkskammern Dresden und Cottbus hervor, die am 9. September parallel in Dresden und Cottbus vorgestellt wurde.

Demnach bewerten in Ostsachsen 42 Prozent (2014: 40 Prozent) die Lage mit schlecht. Damit hat sich die gefühlte Sicherheitslage in Ostsachsen weiter eingetrübt.

Bei Betrachtung der einzelnen Gewerke im Kammerbezirk Dresden fällt auf, dass erneut die Handwerker aus dem Kraftfahrzeuggewerbe mit der Sicherheitslage am unzufriedensten sind (65 Prozent) – obwohl sich die Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr (67 Prozent) leicht verbessert haben. Auf Seiten des Ausbaugewerbes und der Betriebe des gewerblichen Bedarfs schätzen 46 Prozent bzw. 54 Prozent die Sicherheitslage als schlecht ein. Am besten bewerten die Bauhandwerker die Sicherheitslage in ihrer jeweiligen Region, nur 34 Prozent gaben eine schlechte Bewertung ab.

Vor allem die Handwerksbetriebe aus dem Landkreis Görlitz (67 Prozent) und dem Landkreis Bautzen (45 Prozent) sind mit der Sicherheitslage unzufrieden. Diese Stimmung schlägt sich jedoch nicht in der Bewertung der Polizeipräsenz nieder. Hier gibt es die schlechtesten Bewertungen von den Dresdner Betrieben. 64 Prozent schätzen die Anwesenheit von Polizeikräften in der Landeshauptstadt als zu gering ein. Im Landkreis Görlitz sind es 59 Prozent, im Landkreis Bautzen 61 Prozent.

Nahezu alle befragten Unternehmer (94 Prozent) sehen die größten Probleme bei Diebstählen, insbesondere von Kraftwagen/Baufahrzeugen und/oder -teilen/-geräten. 37 Prozent der Befragten waren im Erhebungszeitraum zwischen Juni 2014 und Juni 2015 von einer Straftat betroffen, wobei die meisten davon auf das Kraftfahrzeug- (45 Prozent) und das Ausbaugewerbe (44 Prozent) fielen. Insgesamt meldeten im Befragungszeitraum 62 Betriebe einen wirtschaftlichen Schaden von 417.350 Euro, wobei der tatsächliche finanzielle Verlust durch folgende Produktionsausfälle höher sein dürfte. Die durchschnittliche Schadenssumme liegt bei rund 6.700 Euro (2014: 13.500 Euro). Differenziert nach Gewerken meldeten die Unternehmen des Bau- und Kfz-Gewerbes sowie des Gerbwerblichen Bedarfs die höchsten absoluten Schadenssummen.

Zum Schutz vor kriminellen Delikten in den Grenzregionen gaben 71 Prozent der befragten Betriebe an, entsprechende Sicherheitsmaßnahmen ergriffen zu haben. Dazu investierten sie vor allem in Sicherheitsschlösser/-türen/-verglasung (64 Prozent), Alarmanlagen (44 Prozent) und Wegfahrsperren in den Firmenfahrzeugen (36 Prozent). Immer mehr Unternehmen setzen zusätzlich auf einen Wachdienst auf dem Firmengelände.

Zum Thema sagt Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Damit das Handwerk auch in Zukunft eine tragende Säule regionaler Wertschöpfungsprozesse bleibt, muss die Politik die richtigen Rahmenbedingungen setzen. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Wahrung der inneren Sicherheit.“

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