Wir vertreten Ihre Interessen in Europa!

© André Wirsig

Wir vertreten Ihre Interessen in Europa!

Die Handwerkskammer Dresden bringt sich mithilfe von Positionspapieren zu handwerksrelevanten Themen und Gesetzesinitaitiven auf europäischer Ebene ein. Wir sind das Sprachrohr des ostsächsischen Handwerks in Brüssel.

Wir setzen uns u. a. für den Erhalt des qualifikationsgebundenen Berufszugangs zu 41 Handwerken mit Meisterpflicht, die Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen in Europa sowie die Stärkung der dualen Berufsausbildung ein.

Nachfolgend finden Sie eine Auswahl an Positionspapieren der Handwerkskammer Dresden an die politischen Entscheidungsträger im Europäischen Parlament, der EU-Kommission und weiterer europäischer Institutionen.

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Dr. Andreas Brzezinski
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Stefanie Suppan
Referentin Handwerksförderung

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"Ja zum Binnenmarkt – Nein zum Dienstleistungspaket"

Handwerk verabschiedet Resolution auf der IHM 2017 in München

"Ja zum Binnenmarkt – Nein zum Dienstleistungspaket"

Die im Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) organisierten  Handwerkskammern sowie Bundesinnungs- und -fachverbände haben anlässlich der diesjährigen Internationalen Handwerksmesse in München eine Resolution unter der Überschrift "Ja zum Binnenmarkt - Nein zum Dienstleistungspaket" verabschiedet. Darin richten sie ihre Erwartungen zur Ausgestaltung der Dienstleistungsfreiheit in der EU an die Politik in Berlin und Brüssel. Ausgangspunkt für das Engagement der deutschen Handwerksorganisationen war das am 10. Januar 2017 von der Europäischen Kommission veröffentliche Dienstleistungspaket, das nach Meinung des ZDH einen erneuten Angriff auf den qulifikationsgebundenen Berufszugang im Handwerk darstelle, die bürokratischen Hürden in der Wechselbeziehung zwischen Nationalstaat und EU-Kommission erhöhe und zugleich den in den europäischen Verträgen fest verankerten Subsidiaritätsgrundsatz verletze.

Das Dienstleistungspaekt der Europäischen Kommission sieht drei Richtlinienentwürfe über eine Verhältnismäßigkeitsprüfung von Berufsreglementierungen innerhalb der EU, die Einführung einer Elektronishcen Europäischen Dienstleitungskarte (EED) auf Basis des Herkunftslandprinzips sowie die Einführung einer Notifizierungspflicht im Dienstleistungsbereich (Vorab-Prüfverfahren durch die EU-Kommission) vor.

Alle Erwartungen des deutschen Handwerks an die politischen Entscheidungsträger auf nationaler und europäischer Ebene finden Sie in der besagten Resolution des ZDH.

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Förderung der KMU in Europa 2015

Förderung der KMU in Europa 2015

Unter dem Titel „Starkes Handwerk für ein starkes Europa“ veranstaltete das sächsische Handwerk unter der Federführung der Handwerkskammern Dresden und Chemnitz am 29. September ein Europaforum in Brüssel.

Auf dem Europaforum haben die Partnerorganisationen des Handwerks aus Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien ein Positionspapier unter der Überschrift "Erwartungen des Handwerks an eine zukunftsgewandte KMU-Politik in Europa" verabschiedet. Darin sind fünf Erwartungen an die politischen Entscheidungsträger auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene formuliert.

So fordert das Handwerk eine mittelstandsfreundliche Wirtschaftspolitik wozu u. a. eine Entlastung von unnötiger Bürokratie und ein besserer Zugang zu Förderprogrammen und Auslandsmärkten gehören.

Zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit in Europa wirbt das Handwerk eine verbesserte passgenaue Berufsorientierung sowie eine europaweite Stärkung der dualen Berufsausbildung. Der qualifikationsgebundene Berufszugang im Handwerk sei uneingeschränkt zu bewahren.

Mit Blick auf die transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft zwischen der EU und den USA, kurz TTIP, müssen die Interessen der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) adäquat berücksichtigt werden. Es dürfen keine neuen Hürden oder Hemmnisse für das Handwerk in Europa aufbaut werden.

Von den politischen Entscheidungsträgern auf nationaler und europäischer Ebene fordern die unterzeichnenden Partnerorganisationen ein Bekenntnis zu einer starken wirtschaftlichen Selbstverwaltung des Handwerks als Ausdruck gelebter Subsidiarität. Die Wirtschaftskammern genießen Finanzhoheit, werden in wirtschaftrelevante EU-Initiativen frühzeitig einbezogen und im Rechtsetzungsprozess angemessen beteiligt.

Zudem bekennt sich das europäische Handwerk dazu, einen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen leisten zu wollen. Jedoch sehen die Vertreter, in Anbetracht der großen Zahl von Flüchtlingen, die derzeit nach Europa kommen, alle politischen Entscheidungsträger in der EU in der Pflicht, schnellstmöglich gesamteuropäische Mechanismen zur Bewältigung der Situation zu entwickeln.

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Europa-Resolution 2014

Für ein starkes Europa mit starken Handwerkskammern

Europa-Resolution 2014

Die Unterzeichner der Resolution (v.l.): Jean-Louis Maitre( Präsident der Handwerkskammer Val de Marne), Laurent Munerot (Präsident der Regionalhandwerkskammer Ile de France), Jörg Dittrich (Präsident Handwerkskammer Dresden), Jiri Aster (Präsident der Handwerkskammer Decin), Zbigniew Ladzinski (Präsídent Handwerkskammer Breslau) und Marian Tyrzyk (Präsident Handwerkskammer Gostyn). (André Wirsig)

Vertreter aus Polen, Tschechien und Frankreich der ausländischen Partnerkammern der Handwerkskammer Dresden waren am 21. November 2014 in Dresden zu Gast, um sich über aktuelle Schwerpunkte der Kammerarbeit und Interessenvertretung auszutauschen. Bei dem Treffen formulierten die Handwerksvertreter aus Deutschland, Frankreich, Polen und Tschechien gemeinsam Forderungen an die Mitglieder des Europäischen Parlaments, die in einer Resolution zusammengefasst und unterschrieben wurden. Darin bekennen sich die Vertreter aus vier europäischen Ländern zu „interregionaler Partnerschaft, gelebter europäischer Verständigung und grenzübergreifender Zusammenarbeit im Handwerk Europas“.

Dazu Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden: „Es bedarf einer starken Selbstverwaltung, um der überbordenden Regulierung von Seiten der EU entgegenzuwirken und die Interessen der kleinen und mittelständischen Unternehmen auf europäischer Ebene zu vertreten.“

Folgende Forderungen wurden niedergeschrieben und werden an die Vertreter des EU-Parlamentes geschickt:

  1. Für ein starkes Europa der transnationalen Kooperation und regionalen Eigenverantwortung

    Die Interessenvertretungen des Handwerks setzten sich für eine Aufwertung nationalstaatlicher Kompetenzen ein. Die EU sollte nur auf jenen Politikfeldern agieren, die in den europäischen Verträgen eindeutig supranational geregelt sind und die einer übergeordneten Koordinierung bedürfen. Schwerpunkt liegt dabei auf einem Grundrecht zur wirtschaftlichen Selbstverwaltung. Hierzu gehört auch, die Finanzautonomie der regionalen Handwerkskammern in Europa zu wahren, zu stärken, und, sofern nicht mehr vorhanden, wiederherzustellen.

  2. Die duale Ausbildung als Garant für chancenreiche Bildungskarrieren in Europa stärken

    Die regionalen Interessenvertreter des Handwerks werben dafür, innerhalb der EU einheitliche Grundstandards im Bildungs- und Ausbildungsbereich zu vereinbaren. Gleichzeitig sollten nationale Identitäten und erfolgreich gewach-sene Strukturen – wie z. B. das deutsche System der dualen Berufsausbildung und die deutsche Meisterausbildung – anerkannt werden. Gleichzeitig gelte es, Strukturreformen im Bildungs- und Ausbildungsbereich einzuleiten und Beschäftigungsimpulse zu setzen, um insbesondere der hohen Jugendarbeitslosigkeit in vielen europäischen Ländern zu begegnen.

  3. Mittelständische Wirtschaft als Treiber für Wachstum und Wohlstand in Europa fördern

    Um vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen, bedarf es schlankerer Rechtsakte auf EU-Ebene. Mittelständische Unternehmen dürfen nicht zusätzlich durch bürokratischen Mehraufwand belastet werden.

Folgende Unterzeichner der Resolution vertreten gemeinsam die Interessen von mehr als 221.000 Mitgliedsunternehmen, 670.000 Beschäftigten und 39.000 Lehrlingen:

  • Dr. Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden
  • Laurent Munerot, Präsident der Regionalhandwerkskammer Ile de France, Frankreich
  • Jean-Louis Maitre, Präsident der Handwerkskammer Val de Marne/Paris, Frankreich
  • Zbigniew Ladzinski, Präsident Handwerkskammer Breslau, Polen
  • Marian Tyrzyk, Präsident Handwerkskammer Gostyn, Polen
  • Jiri Aster, Präsident der Kreiswirtschaftskammer Děčín
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