Arbeit und Soziales

© Steffen Müller Fotografie

Arbeit und Soziales

Grundlagen einer zukunftsfesten sozialen Sicherung im Handwerk

Gute Arbeitsbedingungen sind Voraussetzung für ein erfüllendes Berufsleben im Handwerk. Politik und Tarifpartner stehen gemeinsam in der Pflicht, gute Rahmenbedingungen für gute Arbeits zu setzen. Dazu gehören faire Löhne und eine vorausschauende soziale Sicherung und eine auskömmliche Rente.

Die Handwerkskammer Dresden setzt sich im Rahmen ihrer Interessenvertretung für das ostsächsische Handwerk auf Bundes- und Landesebene für die Verbesserung der genannten Rahmenbedingen ein. Nachfolgend berichten wir im Einzelnen über unsere Aktivitäten im Politikfeld Arbeit und Soziales.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Brzezinski
Hauptgeschäftsführer

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Stefanie Suppan
Referentin Handwerksförderung

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Alterssicherung

Viele Handwerker in Ostdeutschland – Arbeitgeber wie Arbeitnehmer – blicken zunehmend sorgenvoll auf ihre Alterssicherung. Es geht darum, dass Handwerker nach einer langjährigen und vielfach körperlich stark belastenden Tätigkeit einen lebenswerten und lebenswürdigen Ruhestand verbringen können, ohne von Existenzängsten geplagt zu werden. Die Gefahr einer wachsenden Altersarmut im Handwerk bereitet vielen Handwerkern zwischen Ostsee und Erzgebirge, zwischen Harz und Oder Kopfzerbrechen. Daher ist es umso wichtiger, dass die politischen Entscheidungsträger auf der Bundesebene rechtzeitig die richtigen Weichen in die Zukunft stellen, um eine flächendeckende Altersarmut in Ostdeutschland abzuwenden.

In wachsender Beunruhigung über die zukünftige Entwicklung der Alterssicherung im ostdeutschen Handwerk haben die Präsidenten der ostdeutschen Handwerkskammern im Ergebnis ihres Treffens am 3. und 4. Juni 2016 in Frankfurt/Oder Erwartungen formuliert, die sie in einem gemeinsamen Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel zum Ausdruck bringen. Die ostdeutschen Handwerkskammern vertreten zusammen die Interessen von 208.000 Handwerksunternehmen mit einer Million Beschäftigten und 47.000 Lehrlingen.

Bereits im Dezember 2015 hatte die Vollversammlung der Handwerkskammer Dresden in einer Renten-Resolution ihre Erwartungen hinsichtlich einer zukunftsfesten und generationengerechten Ausgestaltung des deutschen Rentensystems an die politischen Entscheidungsträger auf Bundes- und Landesebene gerichtet.

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Arbeiten 4.0

Die Digitalisierung der Gesellschaft schreitet voran. Der digitale Wandel hat wachsenden Einfluss auf unser Arbeitsleben. Auch das Handwerk wendet sich der Digitalisierung zu. Im Handwerk werden sich Berufsbilder infolge des digitalen Wandels grundlegend verändern. Es gilt, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen, diese zu meistern und die Chancen der Digitaliserung zu nutzen.

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat im April 2015 einen Meinungsbildungsprozess zur Zukunft der Arbeit im digitalen Zeitalter unter der Überschrift "Arbeiten 4.0" angestoßen.

Ausgangspunkt war ein sogenanntes Grünbuch "Arbeiten 4.0" des BMAS. Das Grünbuch bildet die Diskussionsgrundlage für einen Dialogprozess zu den Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt. Es beschreibt einführend wichtige übergreifende Trends und Szenarien unserer Arbeitsgesellschaft, definiert zentrale Handlungsfelder, aus denen konkrete Fragestellungen abgeleitet werden, um abschließend die Rolle der sozialstaatlichen Institutionen bei der Gestaltung des fundamentalen Wandels unserer Arbeitswelt zu beleuchten. Die Handwerkskammer Dresden hat in einer Stellungnahme zu den Ideen des BMAS Position bezogen und die Erwartungen des ostsächsischen Handwerks in die Diskussion eingebracht.

Im Jahres verlauf 2016 wurden die Stellungnahmen von Wirtschafts- und Sozialpartner, aber auch vielen Bürgerinnen und Bürger vom BMAS ausgewertet. Die Ergebnisse haben Eingang in ein Weißbuch "Arbeiten 4.0" gefunden, das im November 2016 veröffentlich wurde und als Richtschnur für künftige Gesetzesinitaitiven dienen soll.

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Mindestlohn

Das Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (Tarifautonomiestärkungsgesetz) wurde am 15.08.2014 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und trat einen Tag nach der Verkündung in Kraft. Das Tarifautonomiestärkungsgesetz, enthält in Artikel 1 das Mindestlohngesetz (MiLoG). Danach beträgt gemäß § 1 Abs. 2 des Gesetzes ab 01.01.2017 die Höhe des Mindestlohnes 8,84 Euro brutto je Zeitstunde. Jede Arbeitnehmerin und jeder Arbeitnehmer hat ab Anfang nächsten Jahres Anspruch auf Zahlung dieses Mindestlohnes durch den Arbeitgeber. Somit sind Arbeitgeber mit Sitz im In- und Ausland verpflichtet, ihren im Inland beschäftigten Arbeitnehmern den genannten Mindestlohn zu zahlen.

Ansprechpartner

Uta Görbert

Telefon: 0351 4640-453
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