Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch eine Beschäftigung im Handwerk

Teilhabe von Menschen mit Behinderung durch eine Beschäftigung im Handwerk

Eine Beschäftigung oder Ausbildung von Menschen mit Behinderung im Handwerk – kann das gelingen?

Es kann gelingen, wenn wir unsere Vorurteile über Menschen mit Behinderung über Bord werfen und bereit sind z.B. im Rahmen einer Probebeschäftigung oder eines Praktikums Wege ins Handwerk zu öffnen. Dass ein Grad der Schwerbehinderung vorliegt, sieht man vielen Menschen nicht an – eine Schwerbehinderteneigenschaft kann auch auf Grund einer überstandenen Krebserkrankung, Gehörlosigkeit oder einer Diabetes bestehen. Entscheidend ist, ob die individuellen Fähigkeiten und Begabungen des Einzelnen den beruflichen Anforderungen im Handwerk entsprechen. Aus vielen kleinen und mittleren Handwerksbetrieben liegen Beispiele dafür vor, dass eine erfolgreiche Ausbildung oder Beschäftigung von Menschen mit Behinderung gelingen kann. Dazu gibt es zahlreiche Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten für eine erfolgreiche Inklusion im Arbeitsleben. 

 

Ansprechpartner

Uta Görbert

Telefon: 0351 4640-453
Fax: 0351 4640-34453
E-Mail schreiben

Tipp:
Nehmen Sie bei Fragen Kontakt zu den Beratern der Handwerkskammer Dresden auf. Wir unterstützen Sie gern!

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2018

Engagiert für mehr Inklusion in der Wirtschaft

Inklusionspreis für die Wirtschaft 2018

Die Wirtschaft benötigt Menschen mit Behinderungen. Immer mehr Arbeitgeber erkennen, dass sich die Inklusion von Menschen mit Behinderungen lohnt: Sie eröffnet neue Fachkräftepotenziale und schafft Vielfalt in Unternehmen. Genau das möchte der Inklusionspreis für die Wirtschaft zeigen. Er prämiert vorbildliche Praxisbeispiele in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Behinderung, aber auch in der Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeitender. Sein Ziel: Andere Arbeitgeber zum Nachmachen einladen und Impulse für mehr Inklusion in der Wirtschaft geben.

Bewerbungsphase gestartet

Noch bis zum 15. Oktober 2017  können  Unternehmen aller Größen und Branchen für den "Inklusionspreis für die Wirtschaft 2018" vorgeschlagen werden – oder sich selbst bewerben. mehr lesen

Informationen für Handwerksbetriebe

Ausbildung

Auf Antrag des Auszubildenden mit Handicap oder seines gesetzlichen Vertreters und bei Nachweis einer konkreten Ausbildungsmöglichkeit erlässt die zuständige Stelle hierbei spezielle Ausbildungsregeln, die sich an bekannten Berufsbildern orientieren. Dabei berücksichtigen die „Fachpraktikerregelungen“ die Bedürfnisse von behinderten Jugendlichen, indem z. B. bei Lernbehinderung die praktischen Ausbildungsinhalte überwiegen oder bei körperlicher Behinderung bestimmte praktische Anteile nicht absolviert werden müssen. mehr lesen

Beschäftigung

Da die Schaffung von Arbeitsplätzen von Menschen mit Behinderung einen erhöhten Aufwand darstellen kann, existieren eine Vielzahl von unterschiedlichen finanziellen Fördermöglichkeiten, z.B. Eingliederungszuschüsse oder Hilfen für die behinderungsgerechte Gestaltung eines Arbeitsplatzes. Beratung erhalten Arbeitgeber bei der Agentur für Arbeit oder beim Integrationsamt – in Sachsen dem Kommunalen Sozialverband (KSV).  mehr lesen

Support

Hinter dem Namen „Support“ verbirgt sich ein Dienstleistungsnetzwerk, das Arbeitgeber in allen Fragen der Beschäftigung von Menschen mit Behinderung unterstützt. Zum Beispiel bei der Suche von geeigneten Arbeitnehmern, bei der Klärung von Fördermöglichkeiten und Zuschüssen, bei Fragen zur behinderungsgerechte Ausstattung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen sowie bei der Sicherung von  Arbeitsverhältnissen und bei Konflikten. Nutzen Sie das Angebot!  mehr lesen

Informationen für Menschen mit Behinderung

Sie interessieren sich für ein Praktikum, eine Ausbildung oder eine Beschäftigung in einem Handwerksbetrieb? In unseren Betriebsbörsen können Sie nach passenden Angeboten suchen oder selbst eine Anzeige veröffentlichen.

Börseninserate ansehen oder veröffentlichen

Unterstützung erhalten Menschen mit Behinderung beim Integrationsamt. Im Freistaat Sachsen nimmt die Aufgaben des Integrationsamtes der Kommunale Sozialverband (KSV) wahr. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ksv-sachsen.de

Daneben gibt es eine Vielzahl von Stellen, die Menschen mit Behinderung beraten: www.soziales.sachsen.de.

Rechtliche Hintergründe

Von Behinderung spricht man, wenn körperliche Funktionen, geistige Fähigkeiten oder die seelische Gesundheit eingeschränkt sind und diese die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben erschweren. Das heißt: Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweichen und daher ihre Teilhabe am Leben in der Gesellschaft beeinträchtigt ist (§ 2 Neuntes Sozialgesetzbuch). Dabei spielt es keine Rolle, ob die Behinderung auf Krankheit oder Unfall beruht oder ob sie angeboren ist. Ob eine Behinderung vorliegt, kann nur individuell und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalles beurteilt werden.

Liegt ein Grad der Behinderung von 50 und mehr vor, spricht man von Schwerbehinderung. Liegt ein Grad der Behinderung von wenigstens 30 vor, ist auf Antrag eine Gleichstellung möglich.

Arbeitnehmer mit einer Schwerbehinderung und denen gleichstellte Menschen genießen nach einer Dauer des Arbeitsverhältnisses von mehr als 6 Monaten einen besonderen Kündigungsschutz. Eine Kündigung bedarf der vorherigen Zustimmung des Integrationsamtes. Eine Kündigung während der ersten 6 Monate der Beschäftigung ist vom Arbeitgeber innerhalb von 4 Tagen gegenüber dem Integrationsamt anzuzeigen.

Arbeitnehmer mit einer für das ganze Jahr anerkannten Schwerbehinderteneigenschaft haben Anspruch auf einen Zusatzurlaub in Höhe von 5 Arbeitstagen. Gleichgestellte haben keinen Anspruch auf Zusatzurlaub. Besteht die Schwerbehinderteneigenschaft nicht während des gesamten Kalenderjahres, so hat der schwerbehinderte Arbeitnehmer für jeden vollen Monat der im Beschäftigungsverhältnis vorliegenden Schwerbehinderteneigenschaft einen Anspruch auf ein Zwölftel des Zusatzurlaubs.

Stand: 20.07.2017

Ansprechpartner

Uta Görbert

Telefon: 0351 4640-453
Fax: 0351 4640-34453
E-Mail schreiben