Der Umwelt zuliebe

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Der Umwelt zuliebe

Umweltmanagement-Systeme

Die Einführung eines Umweltmanagementsystems ist durchaus auch für den einen oder anderen Handwerksbetrieb interessant und hilfreich. Nahezu alle handwerklichen Tätigkeiten sind mit Wirkungen gegenüber der Umwelt verbunden. Staub- und Geruchsemissionen, Lärm, Abfälle oder ein gewerbliches Abwasser, all das unterliegt gesetzlichen Regelungen und kann im Extremfall zu Nachbarschaftskonflikten und Auflagen durch zuständige Umweltbehörden führen.

Wann wird ein Handwerksbetrieb mit der Thematik Umweltmanagement konfrontiert?

Auch wenn es innerbetrieblich keinen aktuellen Anlass zur Beschäftigung mit diesem Thema geben sollte, kann dennoch ganz schnell einmal ein potenzieller Auftraggeber die Frage nach der Managementpraxis auf dem Gebiet des Umweltschutzes stellen. Es ist also durchaus sinnvoll, sich mit diesem Problemkreis einmal intensiv zu befassen und den eigenen Betrieb unter diesen Gesichtspunkten zu betrachten.

Was sollte der Unternehmer mindestens wissen?

Ausgangspunkt ist immer eine konkrete Ist-Zustandsanalyse. Welche Umweltwirkungen gehen von meinem Betrieb aus und verlangen die Beachtung und Einhaltung bestimmter gesetzlicher Regelungen und Vorgaben? Ist der Einsatz meiner Maschinen besonders lärmintensiv, verwende ich regelmäßig Stoffe, die der Gefahrstoffverordnung unterliegen oder benötige ich eventuell eine Abwassereinleitgenehmigung?

Auf dem Weg zur Einrichtung eines betrieblichen Umweltmanagementsystems sind alle Stoff-, Energie- sowie Informationsströme zu analysieren und in Aufbau- und Ablauforganigrammen darzustellen. Kritische Umweltwirkungen werden erkannt und Einsparpotenziale aufgedeckt. Mit der Transparenz der betrieblichen Abläufe wird deren gezielte Beeinflussbarkeit möglich oder verbessert. Für das Unternehmen wächst die Rechtssicherheit. Die Etablierung eines Umweltmanagementsystems nach EMAS (europäische Öko-Audit-Verordnung) oder DIN ISO 14001 verlangt in der Regel die Einbindung externen Sachverstandes und ist sehr kosten- und zeitaufwendig. Für die in der Mehrzahl kleinen Betriebe des Handwerks sind diese Systeme zu aufwendig strukturiert und somit eher weniger geeignet.

Die sächsischen Handwerkskammern haben daraufhin im Rahmen der "Umweltallianz Sachsen" das in Sachsen anerkannte Umweltmanagementsystem "Umweltstandard Handwerk" entwickelt. Ebenfalls geeignet für Einsteiger in das betriebliche Umweltmanagement sind Projekte im Rahmen von ÖKOPROFIT und QuB. Wir helfen Ihnen gern dabei den geeigneten Weg zu finden sowie im Vorfeld Kosten, Zeitaufwand und Erfolgsaussichten realistisch einzuschätzen.

Ansprechpartner

Dr. Andreas Hübner
Technische Beratung Schwerpunkt Energie und Umwelt

Telefon: 0351 4640-936
Fax: 0351 4640-34936
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Umweltstandard im Handwerk

Umweltstandard im Handwerk

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Warum ein eigener Umweltstandard für das sächsische Handwerk?
 
Die Einführung eines Umweltmanagementansatz nach EG-Öko-Audit-Verordnung oder auch nach DIN ISO 14000 ff ist vergleichsweise zeitaufwendig, kostenintensiv und für kleine Betriebe nur mit großen Mühen umsetzbar und daher eher weniger geeignet. Dennoch ist es auch für Handwerksbetriebe sinnvoll, sich mit der Thematik Umweltmanagement auseinander zu setzen. Schwachstellen und Handlungsbedarf wird es, wenn auch nach Art und Umfang unterschiedlich, in jedem Betrieb geben.

Als regionale Variante in Anlehnung an das oben genannte System wurde daher als Initiative der sächsischen Handwerkskammern im Rahmen der Umweltallianz Sachsen ein an den Besonderheiten im Handwerk orientierter Managementansatz für das sächsische Handwerk erarbeitet, der „Umweltstandard Handwerk“.

Ziel ist es, durch eine handwerksnahe Struktur des Verfahrens und einfache, nachvollziehbare Vorgehensweise kosten- und zeitsparend angepasste Managementbausteine, die sich prinzipiell an etablierten Umweltmanagementsystemen orientieren, Handwerksunternehmen anbieten zu können. Regional tätige Unternehmen können so mit einem anerkannten Umweltsiegel werbewirksam auf dem Markt agieren. Das Siegel dient keiner Produktwerbung, sondern einer umweltschutzorientierten Imageprofilierung des überprüften Unternehmens.

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ÖKOPROFIT®

Teilnahme an ÖKOPROFIT – eine gute Entscheidung für mehr Umweltschutz sowie Energie- und Ressourceneffizienz im Betrieb

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Profit erzielen mit umweltgerechtem Wirtschaften ist möglich. Genau diese Zielstellung steht für ÖKOlogisches PROjekt Für Integrierte UmweltTechnik. Schon fünfmal wurden Ökoprofit-Projekte der Landeshauptstadt Dresden in engem Zusammenwirken mit der Handwerkskammer Dresden und der Industrie- und Handelskammer Dresden für die zahlreichen Teilnehmer erfolgreich durchgeführt. Auch im Jahr 2016 kann ein neues Angebot für Einsteiger mit Mitteln des Freistaates gefördert werden, wenn die passenden Teilnehmer gefunden werden. Die Erfahrung hat gezeigt, dass Betriebe mit mehr als 10 bis 15 Mitarbeitern den einzubringenden Eigenaufwand an Zeit und Personal leichter stemmen können als kleinere und auch dort die Einsparpotenziale in aller Regel deutlich größer sind.

ÖKOPROFIT bietet seinen Teilnehmern professionelle Workshops und individuelle Beratung durch externe Fachkompetenz zur Entdeckung und Nutzung betrieblicher Einsparpotenziale sowie einen kontinuierlichen Erfahrungsaustausch mit den Projektteilnehmern. Gerade diesem Gedankenaustausch wird ausreichend Raum und Zeit gegeben. Ziel ist, die unterschiedliche Sichtweise von Vertretern unterschiedlicher Branchen auf die spezifischen Problemstellungen aufzugreifen, Ideen zu bündeln und Impulse für neue Handlungs- und Lösungsansätze für den eigenen Betrieb herauszufiltern.

ÖKOPROFIT ist kein System, das vor allem für größere Unternehmen gedacht ist. Im Gegenteil, ÖKOPROFIT will eher den kleineren - so auch Handwerksbetrieben - einen Einstieg in betriebliches Umweltmanagement mit kurzfristigen und überzeugenden betriebswirtschaftlichen Effekten anbieten.

Besonders attraktiv ist dieses Angebot für Unternehmen mit größeren Verbrauchsmengen an Elektroenergie, Wärme oder auch Wasser sowie mit spezifischen umweltrelevanten Prozessen und Gefahrstoffen. Ebenso sind Potenziale auf dem Gebiet der Materialeffizienz eine genauere Betrachtung wert. Im Idealfall werden in verschiedenen Bereichen des betrieblichen Alltags Einsparungen und Optimierung erreicht. Zu den guten Ergebnissen gehören unmittelbare Kostenersparnisse, ein Mehr an betrieblicher Transparenz und nicht zuletzt auch eine erhöhte Rechtssicherheit in den maßgebenden Regelungsbereichen der Umweltschutzgesetzgebung.

Wenn Sie für Ihr Unternehmen wirtschaftliche und ökologische Effekte durch eine Teilnahme an ÖKOPROFIT vermuten, dann sollten Sie diese Möglichkeit nutzen und Ihr Interesse bekunden.

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Dr. Andreas Hübner
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