Leistungsprozess der Betriebsführung

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Leistungsprozess der Betriebsführung

Betriebswirtschaftliche Beratung der Handwerkskammer Dresden

Die Betriebswirtschaftlichen Berater sind Ihr Ansprechpartner für alle Aspekte des Leistungsprozesses in der Betriebsführung.

 

 

 

 

 

 

 

 


Ansprechpartner

Andreas Leidig
Abteilungsleiter Beratung

Telefon: 0351 4640-935
Fax: 0351 4640-34935
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Beraterin für den Landkreis Görlitz und den Landkreis Bautzen (PLZ 02...)
Dr. Kerstin Loth

Telefon: 03581 407171
Fax: 0351 4640-34172
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Berater für den Landkreis Bautzen (PLZ 01...) und die Stadt Dresden (Buchstaben S-Z)
Dirk Pannenborg

Telefon: 0351 4640-947
Fax: 0351 4640-34947
E-Mail schreiben

Claudia Rommel

Telefon: 0351 4640-934
Fax: 0351 4640-34934
E-Mail schreiben

Hinweis:
Die aufgeführten Ansprechpartner gelten ebenfalls für die nachfolgend aufgeführten Kategorien.

Absatz und Verkauf

Der Absatz von Produkten, Dienstleistungen an Kunden stellt eine Kernaufgabe Ihres Unternehmens dar. Als Bestandteil des Marketings hat sich der Vertrieb im Laufe der Zeit evolutionär weiterentwickelt. Ausgehend von einem einmaligen Verkaufsvorgang hin zu einem, auf langfristigen Kundenbeziehungen beruhenden, systematischen Verkaufsprozess.

  • Lohnt sich eine weitere Verkaufsniederlassung?
  • Rechnet sich ein weiterer Vertriebsmitarbeiter?
  • Sollten wir zukünftig auch Online verkaufen?

Aufgrund des strategischen und daher langfristigen Charakters Ihrer Absatzpolitik entstehen hohe Risiken und Kosten, daher empfiehlt es sich die eigene Strategie im Vorfeld zu planen.

1. Analyse der Vertriebssituation

Ergründen Sie Ihren eigenen Standpunkt im Vergleich zur Konkurrenz und leiten Sie realistische Absatzziele ab. Beispielsweise die Erhöhung der Absatzmengen, die Sicherstellung des Preisniveaus und die Senkung der Vertriebs- und Logistikkosten.

2. Entwicklung einer Absatzstrategie

Entwickeln Sie einen Orientierungsrahmen für alle Absatzmaßnahmen. Hierzu zählen die Einteilung der Endverbraucher, die Vertriebsorgane(Verkäufer) und in Frage kommende Absatzkanäle.

3. Durchführung und Kontrolle der Absatzmaßnahmen

Die Durchführung der festgelegten Strategie sollte im Einklang mit dem vorher festgelegten Vertriebsbudget stehen. Beispielsweise können Anreiz- oder Vergütungssysteme einen entscheidenden Einfluss auf die Absatzmenge haben. Anschließend ist immer zu prüfen, welche Absatzziele nicht erreicht wurden und welche Anpassungen notwendig sind.

Im Handwerk findet der Leistungsaustausch größtenteils zwischen dem Produzenten und dem Endverbraucher statt. Daher wird sich Ihr Vertriebssystem vorzugsweise am Direktvertrieb orientieren. Folgende Formen finden in der Praxis Anwendung. 

  • Unternehmenseigene Verkaufsniederlassung
  • Direktverkauf beim Kunden (durch angestellte Verkäufer)
  • Telefonverkauf des Herstellers
  • E-Commerce des Herstellers
  • Kommissionsverkauf (die Ware bleibt Eigentum des Herstellers)
  • Direktvermietung (direktes Leasing, Charter)
  • Direkttausch

Ihr Verkaufspersonal sollen Sie dabei so einsetzen, dass Ihre Absatzziele erreicht werden. Dazu müssen Sie sicherstellen, dass Ihre Mitarbeiter einerseits gut geschult sind und des Weiteren am Erfolg teilhaben können.

Beschaffung und Einkauf

Für die dauerhaft erfolgreiche Sicherung Ihres Unternehmensfortbestands, ist ein gut organisiertes System der Auftragsbeschaffung unabdingbar. Es ist unmittelbar mit den Marketingaktivitäten und -überlegungen des Betriebs verbunden. Mit einer genauen Analyse der Marktsituation und einer Einschätzung der Möglichkeiten in Ihrem Unternehmen kann ein System der Auftragsbeschaffung geschaffen werden.

Um ein solches System aufbauen zu können, sollten unter anderem folgende Punkte Einfluss in die Entwicklung Ihrer Strategie der Auftragsgewinnung finden:

  • Analyse der Akquisitionserfolge und -misserfolge
  • Analyse des Marktes Ihrer Branche
  • Grundsätze Ihres Marketingmanagements
  • Analyse der eigenen Dienstleistung / des eigenen Produkts
  • Konkurrenzanalyse
  • Analyse der Kunden und ihrer Anforderungen
  • SWOT-Analyse: Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken
  • Positionierung des Betriebs
  • Produktpolitik
  • Akquisitionsstrategien
  • Medien, Kommunikationsverhalten
  • Telefonakquisition
  • Akquisitionsgespräche
  • Kundenbetreuung
  • u. a.

Neben der Auftragsbeschaffung im privaten oder gewerblichen Sektor kann auch die Öffentliche Hand ein wichtiger Auftraggeber für Ihren Betrieb sein. Jedes Jahr kaufen öffentliche Auftraggeber, d.h. Behörden, staatliche, halbstaatliche, kommunale oder sonstige öffentliche Betriebe und Einrichtungen, Waren und Dienstleistungen im Werte von Hunderten von Milliarden Euro. Um den wirtschaftlich günstigsten und zuverlässigsten Lieferanten zu finden, müssen grundsätzlich alle Aufträge öffentlich ausgeschrieben werden, d.h. die Aufträge werden veröffentlicht und eingehende Angebote miteinander verglichen. Bei der Abwicklung und Vergabe greifen die öffentlichen Auftraggeber eines Auftrages auf bewährte Vergabevorschriften – die so genannten Verdingungsordnungen - zurück. Vor einer Bewertung werden die abgegebenen Angebote auf formale Übereinstimmung mit den in der Ausschreibung genannten Kriterien überprüft.

Das heißt, es wird überprüft, ob die angebotene Dienstleistung oder das Produkt mit den in der Ausschreibung geforderten Bedingungen exakt übereinstimmt. Schon bei geringen Abweichungen zwischen der ausgeschriebenen und der angebotenen Leistung kann das Angebot aufgrund formaler Kriterien aus der Wertung herausfallen. Bei dem Vergleich der Angebote erhält das wirtschaftlichste den Zuschlag. Entscheidend sind dabei Preis und Qualität des Angebots. Vorrangige Kriterien zur Beurteilung des Bieters sind dessen Fachkunde, Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Durch Bundes- und Landesgesetze kann dieser Kriterienkatalog erweitert werden. Die genannten Punkte stellen nur eine Auswahl wichtiger Faktoren dar und sollen bei den Überlegungen eine Hilfe darstellen.

Hinweis:
Ihre Ansprechpartner für eine Beratung zur öffentlichen Auftragsvergabe: Auftragsberatungsstelle Sachsen e.V.

Hinweis:
Zu Themen des Vergaberechts berät Sie gern die Rechtsabteilung der Handwerkskammer Dresden.

Finanzierungsformen

Die Hauptaufgabe eines jeden Unternehmer ist es dafür zu sorgen, dass sein Unternehmen mit ausreichend finanziellen Mitteln ausgestattet ist. Die Betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer Dresden sind Ihr Ansprechpartner für alle Aspekte des Leistungsprozesses in der Betriebsführung. Hierbei nimmt die Unternehmensfinanzierung eine wichtige Rolle ein.

Nach der Ermittlung des Kapitalbedarfs taucht die Frage nach der Herkunft des Geldes auf. Bei den meisten Gründungsvorhaben wird das notwendige Kapital aus mehreren Quellen zusammengetragen.

1. Eigenkapital

Jedes Unternehmen sollte ausreichend Eigenkapital zur Verfügung haben. Es kann in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen eingebracht werden. Sacheinlagen sind neben Gegenständen des Anlagevermögens (Maschinen, Einrichtungen, Fuhrpark etc.) auch immaterielle Güter (Patente oder andere Rechte) ebenso möglich.

2. Fremdkapital - Darlehen von Kreditinstituten

Eigenkapital allein reicht oftmals nicht aus. Deshalb ist der Kapitalbedarf mittels Fremdkapital aufzustocken. Darlehen von Kreditinstituten dienen der Finanzierung des Anlagevermögens und von Teilen des Umlaufvermögens. Die Laufzeit der Darlehen sollte dabei mit der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Anlagevermögens übereinstimmen. Darlehen sind „banküblich" abzusichern und können zu festen oder zu variablen Zinssätzen ausgezahlt werden. Die Zinssätze banküblicher Finanzierungsprogramme liegen im Regelfall über denen öffentlicher Förderkredite.

Dabei sind die folgenden Finanzierungsgrundsätze zu beachten:

Goldene Bilanzregel

Das Anlagevermögen sowie das dauernd gebundene Umlaufvermögen sollten durch Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital gedeckt werden.

Goldene Finanzierungsregel

Die Tilgungsdauer des von einem Unternehmen aufgenommenen Kapitals muss sich mit der Lebensdauer der Kapitalanlage decken.

Eigenkapital:

Sie können Eigenkapital in Form von Ersparnissen und/oder als Sacheinlagen einbringen

Beteiligung:

Auch über Kapitalbeteiligungsgesellschaften (Mittelständische Beteiligungsgesellschaft mbH) ist eine Finanzierung möglich. Derartige Gesellschaften beteiligen sich jedoch nur eine bestimmte Zeit – in der Regel 10 Jahre – an einem Unternehmen.

Kredite:

Kreditgeber sind die Hausbank und die Förderbanken des Landes (Sächsische Aufbaubank GmbH) und des Bundes (KfW - Mittelstandsbank). Eine Übersicht über aktuelle Darlehensprogramme finden Sie unter Öffentliche Förderung.

Zuschüsse / Zulagen:

Erkundigen Sie sich bei Ihrer HWK nach Investitionszuschüssen, Zuschüssen zur Existenzgründung und Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze.

Leasing / Mietkauf:

Leasing oder Mietkauf stellen eine mögliche Alternative zu Darlehen der Kreditinstitute dar. Jedoch sollten Sie auf Grund der vielfältigen Vertragsgestaltung sehr sorgfältig mit diesen Finanzierungsinstrumenten umgehen.

Fremdmittel wie Hausbankdarlehen und öffentliche Fördermittel sind im Regelfall “banküblich“ abzusichern. Dies bedeutet, in der Mehrzeit der Fälle ist das gesamte Privatvermögen als eigene Sicherungsmöglichkeit einzusetzen. Eine Risikobeschränkung gegenüber dem Geldinstitut ist kaum möglich.

Im Falle fehlender Sicherheiten besteht die Möglichkeit bei der Bürgschaftsbank Sachsen GmbH einen Antrag auf Übernahme einer Ausfallbürgschaft zu stellen.

Je ein Muster für die Berechnung des Kapitalbedarfs und Finanzierungsplan stehen als Download zu Verfügung.

Bonität der Kreditnehmer entscheidet zukünftig über die Kreditkosten

Die Eigenkapitalrichtlinien für Banken, auch unter Basel II bekannt, verändern die Kreditkosten. Jedes Unternehmen genau unter die Lupe genommen - es wird geratet. Ist das Ergebnis der Unternehmensbewertung (Ratingnote) schlecht, muss die Bank mehr als acht Prozent, ist das Ergebnis gut, weniger als acht Prozent ihres Eigenkapitals hinterlegen. Die Mehr- oder Wenigerkosten gibt die Bank dann über höhere oder niedrige Kreditkosten an den Kreditnehmer weiter.

Bei der Bewertung der Unternehmen werden sowohl Finanzkennzahlen als auch sogenannte qualitative Faktoren berücksichtigt. Die Finanzkennzahlen (Angaben zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage) werden aus den Jahresbilanzen und aus der Gewinn- und Verlustrechnung der Unternehmen ermittelt. Ergänzt werden die Kennzahlen durch die qualitativen Faktoren, wie beispielsweise Angaben zu Einkaufsbedingungen, Lagerbeständen, Preisgestaltungen, Know-how des Führungspersonals und Kundenbeziehungen. Dabei ist die Gewichtung der Fragen für einzelne Branchen unterschiedlich. So spielt die Auslastung von Produktionsanlagen für Maschinenbauunternehmen eine wesentlich wichtigere Rolle als für Unternehmen, die reine Lohnleistungen anbieten. Des Weiteren ist die Frage des Personalmanagements bei großen Unternehmen bedeutungsvoller als bei Unternehmen mit lediglich einem Mitarbeiter. Unabhängig von Größe und Branche sind allerdings die Angaben zum Kontoverhalten und Zahlungsgewohnheiten, zum Einsatz von betriebswirtschaftlichen Planungs- und Controllinginstrumenten sowie zu Fragen der Nachfolgeregelung.

Für jedes Rating unabhängig von welcher Bank oder Sparkasse durchgeführt gilt allerdings, dass das Ergebnis in hohem Maße von den Unterlagen und Informationen, die der Unternehmer zur Verfügung stellt, abhängt. Jede nicht beantwortete Frage wird als höchst negativ bewertet. Deshalb sollten sie folgende Unterlagen bei einem anstehenden Rating bereit halten: Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre, eine aktuelle Monatsauswertung, Gesellschafterverträge, Ehevertrag, Unterlagen zu Kreditsicherheiten, eine aktuelle Aufstellung des Forderungs- und Warenbestandes, eine aktuelle Aufstellung mit den Angaben zu den wichtigsten Verbindlichkeiten, eine Erfolgs- und Liquiditätsvorschau, einen Investitionsplan (wenn vorhanden), eine Umsatz-, Kosten- und Ertragsplanung für die kommenden drei Jahre, ggf. Unterlagen über privat wirtschaftliche Verhältnisse.

Öffentliche Finanzhilfen

Öffentliche Finanzhilfen

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Vor jedem Investitionsvorhaben sollte geprüft werden, ob öffentliche Finanzhilfen bzw. Fördermittel in Anspruch genommen werden können.

Fördermittel gibt es als zinsverbilligte Darlehen, Bürgschaften, Beteiligungen oder in vereinzelten Fällen auch als Zuschuss.

Anträge können meist nur vor Beginn der Maßnahme eingereicht werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Handwerkskammer zu den öffentlichen Fördermöglichkeiten. Neben den oben dargestellten, gebräuchlichen Finanzierungsmöglichkeiten gibt es auch Finanzierungsalternativen. Immer häufiger werden u. a. Möglichkeiten des Leasings oder Finanzierungsangebote von Investitionsgüterlieferanten genutzt. Diese können im Einzelfall sehr vorteilhaft für die Unternehmensfinanzierung sein.

Nähere Informationen zu diesen Alternativen erhalten Sie von den betriebswirtschaftlichen Beratern Ihrer Handwerkskammer.

In jedem Fall ist zu empfehlen, in der Vorbereitungsphase einen der betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer zu konsultieren. Diese informieren über aktuelle Konditionen der Finanzhilfen und unterstützen bei der Erarbeitung eines Unternehmensplans.

Achtung: Die Fördermittel sind vor Beginn der geplanten Investition bei der Hausbank oder der Förderbank zu beantragen.

Gern beraten Sie die Betriebswirtschaftlichen Berater der Handwerkskammer Dresden zu möglichen Förderprogrammen. Ausführliche Informationen zu entsprechenden Fördermöglichkeiten der EU, des Bundes sowie des Freistaates Sachsen finden Sie in der Informationsleiste.

Hinweis:
GRW-Förderung: Bis 30. Juni 2017 vollständigen Antrag bei der SAB einreichen und aktuellen Beihilfehöchstsatz sichern!

Beratungsförderung

Umstellung der Förderung für das organisationseigene Beratungswesen

Am 1. April 2017 ist eine neue Richtlinie zur Förderung der organisationseigenen Betriebsberatung im Handwerk in Kraft getreten. Die Betriebsberatung unterliegt ab jetzt der De-minimis-Verordnung der Europäischen Union.

Für die ratsuchenden Unternehmen bleibt die Beratung nach wie vor kostenfrei. Das betrifft Beratungen mit einem Leistungsumfang zwischen zwei und 32 Beratungsstunden. Von den zu beratenen Unternehmen ist ab sofort zwingend eine De-minimis-Erklärung einzuholen, denen nach Beendigung der Beratung eine De-minimis-Bescheinigung auszuhändigen ist. Die Gesamtsumme der dem Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen innerhalb von drei Steuerjahren (im laufenden sowie in den vorangegangenen zwei Steuerjahren) darf 200.000 € nicht übersteigen. 

Die von der Handwerksammer ausgestellte De-minimis-Bescheinigung ist für 10 Jahre vom Unternehmen aufzubewahren.


 

Forschung und Entwicklung

Wesentliches Ziel unternehmerischen Handelns ist die ständige Verbesserung des angebotenen Produkt- und Leistungsportfolios. Innovative Ideen sind gefragt, um im Unternehmen ein gesundes unternehmerisches Wachstum zu sichern. Gemeinsam mit Hochschulen, Universitäten und wissenschaftlichen Einrichtungen wird daher an innovativen Lösungen gearbeitet. Neueste Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung werden in den Unternehmen in innovative Produkte und Technologien umgesetzt, um einen Marktvorsprung zu erzielen. 

Leistungsprozess

Kostenrechnung/Kalkulation

Zur erfolgreichen Führung eines Handwerksbetriebes reicht eine hervorragende fachliche Qualifikation allein nicht aus. Um sich im harten Konkurrenzkampf behaupten zu können, ist eine zukunfts- und ertragsorientierte Kalkulation unabdingbare Voraussetzung.
Dabei spielen Fragen nach Kosteneinsparungen, Kostenanalyse, Gewinn- und Verlusthöhen bei einzelnen Produkten oder Leistungen, Marktstrategien, optimaler Betriebsgröße und Preisuntergrenzen eine besondere Rolle. 
Grundlage jeder Kostenrechnung ist eine aussagefähige Buchhaltung.

Die Stundensatzkalkulation ist eine im Handwerk weit verbreitete einfache Methode. Die Kalkulation geht von der produktiven Kapazität und den Kosten des Unternehmens aus. Mit dieser Methode können Handwerker aller Branchen ihre Stundenverrechnungssätze kalkulieren. Sie kennen dann die Kostenbestandteile des Stundenverrechnungssatzes und wissen, welchen Stundenverrechnungssatz sie mindestens brauchen, um rentabel zu arbeiten.

Jede Kalkulation ist aber nur so gut, wie sie in der Praxis realisiert wird. Die Nachkalkulation des Auftrages gibt die Antwort, in wie weit der angewandte Stundenverrechnungssatz realisiert wurde.

Je ein Kalkulationsschema für die Stundensatzermittlung und für die Nachkalkulation stehen als Download zur Verfügung

Umsatz- und Ertragsvorschau

Eine selbständige Existenz lohnt sich auf Dauer nur, wenn auch ein ausreichender Gewinn zu erwirtschaften ist. Die Umsatz- und Ertragsvorschau stellt die Zielstellung des Unternehmens in der Regel für die nächsten 3 Jahre dar.

Die Planung der Betriebsleistung, des Wareneinsatzes, der Personal- und Sachkosten, der Zinsen, Abschreibungen und des Gewinns bildet die Grundlage für eine zielorientierte Unternehmensführung. Bei der Beantragung von Darlehen ist die Umsatz- und Ertragsvorschau für die nächsten 3 Jahre notwendiger Bestandteil der Antragsunterlagen. Es bestehen 2 Möglichkeiten der Herangehensweise an die Erstellung der Umsatz- und Rentabilitätsvorschau.

  1. Vom benötigten Gewinn unter Hinzurechnung der vermutlich anfallenden betrieblichen Kosten und des Wareneinsatzes bestimmen sie den erforderlichen Umsatz (Mindestumsatzermittlung). 
  2. Ausgehend von der produktiven Kapazität des Unternehmens ermitteln Sie den Umsatz und errechnen nach Abzug des Wareneinsatzes und der Betriebskosten den Gewinn (Kapazitätsumsatzermittlung).  

Ein Schema für die Erstellung der Umsatz- und Ertragsvorschau steht für die Mindestumsatzermittlung und für die Kapazitätsumsatzermittlung als Download zur Verfügung.

Marketing

Bereits in der Existenzgründungsphase haben Sie ein Gründungskonzept erstellt. Beim Marketing geht es darum, dieses Konzept umzusetzen und Kunden für Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung zu finden.

Im Fachbegriff Marketing steckt das englische Wort „Market“ = Markt. Marketing bezeichnet folglich jedes unternehmerische Handeln, das sich am Markt orientiert.

Zu einem erfolgreichen Marketing-Mix zählen vier Faktoren:

  • Ihr Produkt/Ihre Dienstleistung
  • Ihre Preise
  • Ihr Vertrieb
  • Ihre Informationen über den Markt

Nur wenn alle Einheiten des Marketing-Mix sinnvoll und ausgewogen geplant werden, kann Ihr Unternehmen am Markt bestehen.

Ihr Konzept sollte sich mit folgenden Fragenkomplexen beschäftigen:

  • WAS möchten Sie anbieten/produzieren?
  • WER sind Ihre Kunden, Lieferanten, Wettbewerber?
  • WO befindet sich Ihr Geschäft, Ihr Absatzgebiet?
  • WIE wollen Sie in den Markt „einsteigen“?
Ansprechpartner

Norbert Winter

Telefon: 0351 4640-945
Fax: 0351 4640-34945
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Personal

Das betriebliche Personalwesen bezeichnet den Bereich der Betriebswirtschaft, der sich mit dem Produktionsfaktor Arbeit und mit dem Personal auseinandersetzt.

Ob als Existenzgründer oder als langjährig bestehendes Unternehmen – Sie werden täglich mit neuen Herausforderungen im Bereich Personal konfrontiert. Eine ganz besondere Herausforderung ist die Suche nach neuen Mitarbeitern. Der damit verbundene Aufwand beginnt mit dem Entwurf einer ansprechenden Stellenanzeige, der Suche und der Auswahl geeigneter Bewerber und dem Einhalten gesetzlicher bzw. tariflicher Bestimmungen. Diese Aufgaben stellen viele Unternehme vor organisatorische und fachliche Probleme.

Die individuelle Personalberatung der Handwerkskammer Dresden ist erste Anlaufstelle und hilft Ihnen bei der Suche und Auswahl von geeigneten Fachkräften, um Ihre betriebliche Leistungsfähigkeit zu erhalten. Sie umfasst:

  • den Findungsprozess,
  • die Ausgestaltung und Durchführung von Beurteilungsmaßnahmen,
  • die Mitarbeiterbindung,
  • die Personalentwicklung,
  • die Mitarbeitermotivation
  • und den Einsatz von leistungsabhängiger Vergütung

sowie alle strategischen Fragestellungen Ihrer betrieblichen Personalarbeit. Neben einer Vielzahl von Checklisten steht Ihnen die persönliche Beratung zur Verfügung, um die folgenden betrieblichen Handlungsfelder effizient zu bearbeiten.

Personal planen

Ziel der Personalbedarfsplanung ist die Bestimmung des Personalbedarfs, der zur Realisierung gegenwärtiger und zukünftiger Leistungen benötigt wird. Wir unterstützen Sie bei der Erfassung Ihres zukünftigen Arbeitsanfalls und dem anschließenden Schließen der Lücken.

Personal finden

Durch den Einsatz unseres starken, regionalen Netzwerks, sowie unserer Fachkräftebörse steigern Sie Ihre Chancen den geeigneten Mitarbeiter zu finden.

Personal entwickeln

Als ein entscheidender Wettbewerbsfaktor umfasst die Personalentwicklung alle Maßnahmen zur Erhaltung und Verbesserung der Qualifikation der Mitarbeiter. Dazu gehören Ausbildung, Weiterbildung, Umschulung und Training. Hierfür ist eine kontinuierliche Standortbestimmung notwendig. Mittels Checklisten führen Sie Personalbeurteilungen durch und leiten geeignete Maßnahmen zur Entwicklung ab.  

Personal binden

Die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeiter ist ein wesentlicher Bestandteil der Mitarbeiterbindung. Hierzu zählt nicht nur das Verhältnis zu Mitarbeitern und Vorgesetzen, sondern  auch die Zufriedenheit mit den vorherrschenden Arbeitsbedingungen. Zudem sollen geeignete Anreize die Motivation und Leistungsbereitschaft steigern. Dazu stehen Ihnen immaterielle und materielle Möglichkeiten zur Verfügung.

Ansprechpartner

Norbert Winter

Telefon: 0351 4640-945
Fax: 0351 4640-34945
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