Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung - ÜLU

© André Wirsig

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung - ÜLU

Was ist das? Was bringt sie?

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ergänzt und unterstützt die betriebliche Ausbildung vom ersten bis zum letzten Ausbildungsjahr in den Handwerksbetrieben. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes. Die Lehrgänge vermitteln berufsspezifische praktische Fertigkeiten und Kenntnisse und sind ein fester Bestandteil der dualen Berufsausbildung im Handwerk.

Die schnelle technische Entwicklung macht den Lehrstoff umfangreicher und komplizierter und steigert somit die Anforderungen an Ausbildungsbetriebe, Ausbilder und Auszubildende. Die zunehmenden Spezialisierungen erschweren besonders den kleinen und mittelgroßen Handwerksbetrieben die geforderten Kenntnisse und Fähigkeiten des gesamten Berufsbildes zu vermitteln.

Die ÜLU stellt ein breites, einheitliches Ausbildungsniveau sicher, welches sich den technischen und ökonomischen Veränderungen kontinuierlich anpasst.

Ansprechpartner

Organisation ÜLU-Lehrgänge BTZ Großenhain
Anke Limbach

Telefon: 03522 302-333
Fax: 0351 4640-34733
E-Mail schreiben

Organisation ÜLU-Lehrgänge BTZ Pirna
Kerstin Schmid
Lehrgangsverwalterin

Telefon: 03501 4618-870
Fax: 0351 4640-34471
E-Mail schreiben

Fördermittelabrechnung
Tina Zietzsch

Telefon: 0351 4640-977
Fax: 0351 4640-34977
E-Mail schreiben

Haushaltsplanung
Isabel Karpiuk

Telefon: 0351 4640-994
Fax: 0351 4640-34994
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Wer nimmt an der ÜLU teil?

Alle Auszubildenden, deren Ausbildungsvertrag in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Dresden eingetragen ist und für deren Ausbildungsberuf die Vollversammlung der Handwerkskammer Dresden die Durchführung der ÜLU beschlossen hat (Rechtliche Grundlagen).

Die Teilnahme an allen vorgeschriebenen Pflichtkursen ist ein Teil der Berufsausbildung. Nur wer sie erfolgreich absolviert hat, wird zur Gesellenprüfung zugelassen. Pflicht sind alle Kurse, die die Vollversammlung als obligatorisch definiert hat.

Im aktuellen ÜLU-Programm werden alle Pflichtkurse (obligatorische Kurse) sowie umfangreiche fakultative (freiwillige) Kurse angeboten.

Wer trägt die Kosten der ÜLU?

Die Finanzierung der Lehrgangskosten sowie eventueller Internatsgebühren erfolgt durch Zuwendungen des Bundes, des Landes Sachsen und dem Europäischen Sozialfonds und durch Eigenmittel des Ausbildungsbetriebes (Drittelfinanzierung).

Was sind die Kursinhalte? Inhalte und Dauer der überbetrieblichen Unterweisung sowie die Kalkulation der Lehrgangskosten werden in Zusammenarbeit von den jeweiligen Bundesfachverbänden und dem Heinz-Piest-Institut (HPI) für Handwerkstechnik an der Leibniz Universität Hannover erarbeitet. Wurde ein neuer Unterweisungsplan erstellt, erfolgt die Anerkennung über das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) bzw. über die zuständigen Landesministerien – in Sachsen das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA).

Ansprechpartner

Fördermittelabrechnung
Tina Zietzsch

Telefon: 0351 4640-977
Fax: 0351 4640-34977
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Wo findet die ÜLU statt?

Die Lehrgänge finden sowohl in den Bildungszentren der Handwerkskammer Dresden in Dresden, Großenhain und Pirna bzw. in den von der Handwerkskammer beauftragten Ausbildungsstätte statt. Genaueres finden Sie bei dem entsprechenden Ausbildungsberuf in der Lehrgangsübersicht.

Wo ist die Unterbringung während der ÜLU?

Im Bedarfsfall kann eine Internatsunterbringung genutzt werden, dies ist jedoch bei jedem Bildungsträger unterschiedlich. Bitte informieren Sie sich bei Ihrem durchführenden Bildungsträger direkt in wie weit Übernachtungsmöglichkeiten vorhanden sind.

Finanzierung der ÜLU

Die Förderung der Lehrgangsausgaben und der notwendigen Unterbringungsausgaben im Internat je Lehrling und Lehrgangswoche erfolgt im Wege einer Festbetragsfinanzierung.

Förderfähig sind Lehrgänge der überbetrieblichen Unterweisung für Auszubildende in der Grundstufe (1. Ausbildungsjahr) und in der Fachstufe (2. bis 4. Ausbildungsjahr).

Den Lehrgängen sind die vom SMWA bzw. vom BMWi anerkannten Unterweisungspläne zugrunde zu legen.

Soweit es sich um handwerkliche Ausbildungsberufe handelt, für die die Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft vom 2. Juni 1999 (BGBl.1 S.1102) in der jeweils geltenden Fassung anzuwenden ist (Bauberufe), sind für die Lehrgänge die vom Bundesinstitut für Berufsbildung herausgegebenen Übungsreihen maßgebend.

Die Finanzierung erfolgt durch:

  • Fördermittel des Bundes (für Lehrgänge ab dem 2. Ausbildungsjahr)
  • Fördermittel des Landes (1. bis 4. Ausbildungsjahr)
  • durch Fördermittel des europäischen Sozialfonds und der Europäischen Union
  • durch die Ausbildungsbetriebe

Die Zuschüsse zu den Lehrgangskosten werden als Festbetrag je Teilnehmer und Lehrgang – in den Bauberufen je Teilnehmer und Lehrgangswoche – und die Zuschüsse zu den Unterbringungskosten als Festbetrag je Teilnehmer und Lehrgangswoche gezahlt.

Der Zuschuss zu den Unterbringungskosten wird nur gewährt, wenn die Voraussetzungen für einen Lehrgangszuschuss vorliegen und wenn die Unterbringung am Lehrgangsort vom Veranstalter veranlasst wurde und ihm für den Auszubildenden während der gesamten Lehrgangsdauer Kosten für die Unterbringung entstanden sind.

Bemessungsgrundlage für die Förderung ist die Lehrgangswoche. Eine Lehrgangswoche erfasst fünf Unterweisungstage. Der Zuschuss zu den Lehrgangskosten wird nur gewährt wenn der Teilnehmer an allen fünf Tagen am Lehrgang teilgenommen hat. In begründeten Ausnahmefällen ist der Ausfall eines Unterweisungstages unschädlich, wenn der Lehrstoff in der übrigen Zeit vermittelt wird. Ein Lehrgang soll möglichst in zusammenhängender Form ohne zeitliche Unterbrechung durchgeführt werden.

Die Zuschüsse werden nur für Lehrlinge gewährt, deren Ausbildungsverträge in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer eingetragen sind und die in einem in die Handwerksrolle eingetragenen Gewerbebetrieb ausgebildet werden.

Betriebliche Umschüler können an der überbetrieblichen Lehrunterweisung teilnehmen, jedoch kann eine Förderung nur dann erfolgen, wenn eine gleichartige Förderung nach nationalem Recht, insbesondere SGB II und III nicht möglich ist.

Die Nachrangigkeit des ESF-geförderten Programms gegenüber den Fördermöglichkeiten des nationalen Rechts kann sichergestellt werden, indem eine Negativerklärung durch die Bundesagentur für Arbeit (BA) bzw. ARGE/optierenden Kommune sowie eine Negativerklärung des Ausbildungsbetriebes und des Umschülers im Original ausgestellt wird.

Die Grundstufe – das 1. Lehrjahr

Sind die Lehrgänge der Grundstufe durch das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr anerkannt und genehmigt wurden, so können Zuschüsse in Höhe von zwei Drittel der vom HPI festgesetzten Durchschnittskosten gewährt werden.

Die Förderung zu den Lehrgängen erfolgt durch den Freistaat Sachsen und die Europäische Union.

Ein Drittel der Kosten trägt der Handwerksbetrieb.
Zu den Ausgaben der Unterbringung im Internat wird für auswärtige Teilnehmer ein Betrag von 61 Euro je Teilnehmerwoche gewährt.

Die Fachstufe – ab 2. Lehrjahr

Die Förderung der Fachstufe erfolgt zu je einem Drittel der festgesetzten Kosten.

Die Zuschüsse des Landes können in Höhe des Anteils des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie gewährt werden, sie dürfen jedoch gemeinsam mit diesen zwei Drittel der Durchschnittskosten nicht übersteigen.

Sofern der Bund einen Zuschuss für Lehrlinge in der Fachstufe gewährt, beträgt der Landeszuschuss 70 Prozent des Bundeszuschusses, in Bauberufen wird ein Landeszuschuss in Höhe des Bundeszuschusses gewährt.
ein Drittel der Kosten trägt der Handwerksbetrieb.

Ansprechpartner

Fördermittelabrechnung
Tina Zietzsch

Telefon: 0351 4640-977
Fax: 0351 4640-34977
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Beschlüsse - Handwerke (ab 2011)

Übersicht der Teilnehmer an der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Kammerbezirk

Die überbetriebliche Lehrlingsunterweisung (ÜLU) ergänzt und unterstützt die betriebliche Ausbildung vom ersten bis zum letzten Ausbildungsjahr in den Handwerksbetrieben. Sie sichert die gleichmäßig hohe Qualität der Ausbildung jedes Berufes im Handwerk, unabhängig von der Ausbildungsleistungsfähigkeit des einzelnen Handwerksbetriebes. Die Lehrgänge vermitteln berufsspezifische praktische Fertigkeiten und Kenntnisse und sind ein fester Bestandteil der dualen Berufsausbildung im Handwerk.

Übersicht der Teilnehmer an der Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung im Kammerbezirk

Jahr ÜLU-Kurse Teilnehmer Teilnehmerstunden
2013 311 2769 127.128